IT-Gipfel: Eine Charta für die Kanzlerin

exklusivIT-Gipfel: Eine Charta für die Kanzlerin

von Jürgen Berke

Deutschlands Topmanager fordern in der "Charta der digitalen Vernetzung" eine schnellere Digitalisierung des Landes – und blenden die Sicherheitsrisiken aus. Die WirtschaftsWoche veröffentlicht die Charta im Wortlaut.

Wahrscheinlich ist es die größte Ansammlung von Regierungsmitgliedern, die jemals mit Topmanagern über das „Neuland“ Internet und die Folgen für die deutsche Wirtschaft debattieren wird. Und die deutsche Wirtschaft will bei dem am Dienstag beginnenden IT-Gipfel ein paar eigene Akzente setzen.

Noch bevor das Elefantenrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an der Spitze in der Hamburger Handelskammer um 10 Uhr offiziell beginnt, treffen sich  Politik und Industrie in diversen Arbeitsgruppen. Besonders spannend wird es in Arbeitsgruppe 2, die von Wirtschafts-Staatssekretärin Brigitte Zypries und Telekom-Vorstand Reinhard Clemens geleitet wird.

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Quelle: REUTERS

14 Topmanager, darunter der RWE-Vorstandsvorsitzende Peter Terium, BMW-Vorstand Herbert Diess, Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel und Bahn-Vorstandsmitglied Heike Hanagarth, werden ihre Unterschrift unter eine von ihnen ausgearbeitete „Charta der digitalen Vernetzung“ setzen. Ob Energiewende, das vernetzte Auto oder die künftig automatisch miteinander kommunizierenden Maschinen – die Industrie drängt auf eine möglichst schnelle Vernetzung Deutschland.

Die Botschaft des Grundsatzpapiers, das in zehn Punkten die Position der Industrie zusammenfasst, ist klar: Über die Sicherheitsrisiken der Vernetzung aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche ist lange genug geredet worden, jetzt sollten die Chancen in den Fokus rücken.

Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Wachstumsimpulse für die gesamte Wirtschaft, auch den Kunden bringt das nach Ansicht von RWE-Chef Terium, einem der Initiatoren der Charta, viele Vorteile: „Die digitale Vernetzung ist Voraussetzung für die smarten Lösungen rund um das Zuhause, die dem Kunden helfen, Energie zu sparen und dann zu verbrauchen, wenn sie preiswert sind“, sagte er der „WirtschaftsWoche“. Die ersten Entwürfe der Charta waren nach Angaben von Mitgliedern der Arbeitsgruppe 2 viel detaillierter und ausführlicher.

Doch am Ende stimmten alle Industrievertreter, darunter auch Führungskräfte von Vodafone, Intel, Oracle und Cisco, darin überein, ein möglichst knappes und prägnantes Programm zu verabschieden, dass sich – anders als die 36seitige „Digitale Agenda“ der Bundesregierung, auf zehn wichtige Punkte konzentriert.

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