Italienische Krisenbank: Union kritisiert Rettungspaket für Monte dei Paschi

Italienische Krisenbank: Union kritisiert Rettungspaket für Monte dei Paschi

, aktualisiert 28. Dezember 2016, 09:17 Uhr
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Carsten Linnemann (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung, hat die italienische Regierung für die Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena kritisiert. Für ihn ist der Rettung von Banken mit Steuergeldern „langfristig fatal“.

Quelle:Handelsblatt Online

Unionspolitiker haben die Rettung der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena kritisiert. Steuerzahler sollten nicht für eine Rettungsaktion zahlen müssen. Auch eine Intervention der EZB wird gefordert.

BerlinDie Pläne der italienischen Regierung zur Rettung der drittgrößten Bank Monte dei Paschi di Siena sind bei Unionspolitikern auf Kritik gestoßen. „Ich erwarte, dass die Bundesregierung sagt, dass es so nicht geht“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, der Zeitung „Bild“ (Mittwochausgabe). Die EZB solle die Rettungsmaßnahme nicht akzeptieren. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, sagte der Zeitung, eine Rettung mit Steuergeld sei „langfristig fatal“. Wer Fehler mache, müsse dafür auch einstehen. „Das gilt für Unternehmen wie für Banken.“

Monte Paschi droht unter einem Berg fauler Kredite zu kollabieren. Die EZB beziffert die Lücke im Kapitalpuffer auf 8,8 Milliarden Euro. Die Regierung in Rom hatte vor Weihnachten einen 20 Milliarden Euro schweren Fonds zur Stabilisierung des Bankensektors ins Leben gerufen, der zunächst zur Rettung der Bank verwendet werden soll. Die italienischen Pläne sind auch vom Chef der deutschen Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, kritisiert worden.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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