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exklusivIW-Studie: Einwanderer schlauer und jünger als Einheimische

von Cornelia Schmergal

Da in Deutschland Fachkräfte fehlen, fahnden viele Unternehmen im Ausland nach Mitarbeitern.

Elektrotechnik

"Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin gut, viele Betriebe wollen ihr Personal aufstocken", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. Das Problem: Das Fehlen von Fachkräften.

Und das betrifft immer mehr Branchen. 35 Prozent der vom DIHK befragten 25.000 Unternehmer haben Sorge, dass ihnen der Fachkräftemangel binnen zwölf Monaten das Geschäft vermiest. Bei den Elektrotechnikern fürchten 36 Prozent, dass sie keine geeigneten Leute finden. Heißt: Hier ist jede dritte Stelle frei

Bild: dpa

Dass Zuwanderung aber nicht nur ein quantitativer, sondern auch qualitativer Vorteil für die Wirtschaft ist, beweist eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Forscher um IW-Direktor Michael Hüther fanden heraus, dass Zuzügler in der Regel besser ausgebildet sind als die Einheimischen.

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Mehr als ein Viertel der in der vergangenen Dekade immigrierten Menschen zwischen 25 und 65 verfügt über einen Hochschulabschluss – in der Gesamtbevölkerung sind es nur 18 Prozent. Auch sind Zuwanderer im Durchschnitt zehn Jahre jünger als die Einheimischen: 85 Prozent der Personen, die zwischen 1999 und 2009 hierher zogen, sind im erwerbsfähigen Alter. In der heimischen Bevölkerung gilt das nur für 66 Prozent.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels leiste die Zuwanderung einen „wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, heißt es in der Studie. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die EU-Schuldenkrise Deutschland als Wunschziel attraktiv gemacht.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.07.2012, 21:59 Uhrrobert

    Die Studie widerspricht allem bisher bekannten, das ist nicht plausibel: "Für Staatsministerin Maria Böhmer sind Menschen aus Zuwandererfamilien etwa mit einem doppelt so hohen Anteil von Hilfebedürftigkeit betroffen wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. „Im Schnitt sind rund 40 Prozent der Hartz IV-Empfänger Migranten“, so Böhmer nach dem Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts."

  • 02.07.2012, 05:31 Uhrxyz

    was für eine merkwürdige Studie. Natürlich haben mehr Ausländer einen Hochschulabschluss = tertiären Bildungsgang absolviert. In Russland z.B. 54% der Bevölkerung. In Polen studiert die Hälfte der jungen Bürger. In Ländern wie Finnland studieren schon 80% der Frauen. Das liegt ganz simpel daran, dass es Gesamtschulländer sind, in denen viel mehr Personen ein Abitur absolvieren. Der Beruf kommt folglich erst nach Klasse 12/13 als tertiärer Bildungsgang. Hingegen ist die duale Ausbildung in DE nur eine Sekundarstufe 2, also ein vorverlegter Beruf. Dies gilt aber nur noch in der Theorie, faktisch handelt es sich ebenfalls bereits um postsekundäre Bildung, da Eintrittsalter Ausbildungsbeginn schon bei 19,8 Jahren liegt. Des Weiteren werden viele Hochschulabschlüsse aus dem Ausland in DE nicht verwertet -- ich kenne auch einen polnischen Lehrer, der als Gärnter gearbeitet hat in DE. Mit seiner Qualifikation konnte der schon mal gar nichts anfangen.

    in Aserbaidschan ist es üblich, dass man sich einen Hochschulabschluss an der Uni kaufen kann. Wer zahlungskräftig ist, bekommt ihn. Des weiteren sind im Ausland viele Berufe, die hier eine Ausbildung sind, ein Studium. Des Weiteren wandern viele ein, die überhaupt nicht arbeiten werden, oder maximal im Niedriglohnbereich - dieser Trend ist selbst bei Neuzugewanderten aus Südeuropa so, wie das Bsp. Schwäbisch Hall zeigt, wo für McDonalds rekrutiert wurde teilweise. Nur 20 von 20000 Bewerbern fanden was, davon auch noch 18 im Niederiglohnsektor. Aber das IW macht sowieso nur Gefälligkeitsstudien. DE soll sich auch mal entscheiden: entweder ist die Qualität der dualen Ausbildung hier gut, dann muss ich diese auch als hoch qualifiziert sehen, oder sie ist schlechter als das Studium im Ausland für ident. Beruf: dann muss man wohl die Qualität steigern,so dass es ebenfalls offiziell Hochqualiizierte werden. Aber so geht das hier nicht. Gleichzeitig für etwas werben, was man dann wieder bedauert als zu niedrig qualifiziert

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