Bild: dpaElektrotechnik
"Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin gut, viele Betriebe wollen ihr Personal aufstocken", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. Das Problem: Das Fehlen von Fachkräften.
Und das betrifft immer mehr Branchen. 35 Prozent der vom DIHK befragten 25.000 Unternehmer haben Sorge, dass ihnen der Fachkräftemangel binnen zwölf Monaten das Geschäft vermiest. Bei den Elektrotechnikern fürchten 36 Prozent, dass sie keine geeigneten Leute finden. Heißt: Hier ist jede dritte Stelle frei
Bild: dpaMaschinenbau
Die DIHK-Umfrage zeigt auch, dass der Mangel nicht nur für Leute mit akademischen Qualifikationen gilt. Unternehmen haben bereits heute Schwierigkeiten, passende Bewerber mit dualer Ausbildung oder Weiterbildungsabschlüssen zu finden. Auch die Suche nach Azubis – und damit künftigem Fachpersonal – gestaltet sich zunehmend schwieriger. Bei den Maschinenbauern suchen 37 Prozent der Unternehmer nach qualifiziertem Personal.
Bild: dpaVerkehrsdienstleister
Bei den Verkehrsdienstleistern - sowohl im Bereich Personen- als auch Güterverkehr - haben sogar 44 Prozent angst, freie Stellen nicht mit gut ausgebildeten Leuten besetzen zu können.
Bild: dpaGesundheitswirtschaft
Genauso viele - nämlich 44 Prozent - der Unternehmen aus dem Sektor Gesundheitswirtschaft suchen neue, fähige und empathische Mitarbeiter. Stellen frei sind also unter anderem für folgende Berufsgruppen: Altenpfleger und Pflegehelfer, Verwaltungsangestellte aus dem Gesundheitsbereich, Medizintechniker, Fitnesstrainer, Händler aus dem pharmazeutischen Bereich sowie Kauffrauen und Kaufmänner aus dem medizinischen Bereich.
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Vielmehr sehen sich auch Unternehmen aus solchen Branchen mit dem
Risiko Fachkräftemangel konfrontiert, die nicht für die Beschäftigung Hochqualifizierter typisch sind.
Dies gilt z.B. für die Gesundheits- und Sozialdienstleister, das Ausbaugewerbe, das Gastgewerbe oder
auch die Verkehrsdienstleister. Unternehmen haben bereits heute Schwierigkeiten, passende Bewerber
mit dualer Ausbildung oder Weiterbildungsabschlüssen zu finden. Auch die Suche nach Azubis – und
damit künftigem Fachpersonal – gestaltet sich zunehmend schwieriger.
Bild: APArchitektur- und Ingenieursbüros
Wer einen Job als Architekt oder Ingenieur sucht, hat derzeit - bei guter Qualifikation - die freie Auswahl. 46 Prozent der Befragten fürchten, ihre vakanten Stellen in den nächsten zwölf Monaten nicht besetzen zu können.
Bild: dpaForschung und Entwicklung
Schon vertraut mit der verzweifelten Suche nach guten Leuten sind die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen. Naturwissenschaftler und Techniker werden von 48 Prozent der Betriebe mit Kusshand genommen.
Bild: dpaGastgewerbe
Auch das Hotel- und Gastgewerbe braucht Leute - vom Hotelmanager bis zum Zimmermädchen werden Profis gesucht. Im Gastgewerbe fürchten immerhin 49 Prozent der Betriebe, im nächsten Jahr Einbußen hinnehmen zu müssen, weil es an qualifiziertem Personal fehlt.
Bild: dpaIT-Branche
Die Informatiker gehören zu den Absolventen der sogenannten MINT-Fächer und sind immer heiß begehrt. Bei 50 Prozent der Unternehmen fehlen kluge Köpfe.
Bild: APAusbaugewerbe
Aber auch das sogenannte Ausbaugewerbe - sprich: All die Betriebe, die mit dem Ausbau von Gebäuden zu tun haben - sucht nach fähigen Azubis und Gesellen. Der Run auf Maler, Schreiner, Schlosser und Co ist sogar noch ein bisschen größer als der auf die IT-Spezialisten. 51 Prozent der Betriebe suchen fähige Mitarbeiter.
Bild: FotoliaRechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung
Wer anderen gerne mal in die Karten schaut, hat Glück: Wirtschaftsprüfer und Steuerberater suchen händeringend Verstärkung. 57 Prozent brauchen binnen der nächsten 12 Monate neue Mitarbeiter und wissen nicht, wo sie die hernehmen sollen.
Elektrotechnik
"Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin gut, viele Betriebe wollen ihr Personal aufstocken", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. Das Problem: Das Fehlen von Fachkräften.
Und das betrifft immer mehr Branchen. 35 Prozent der vom DIHK befragten 25.000 Unternehmer haben Sorge, dass ihnen der Fachkräftemangel binnen zwölf Monaten das Geschäft vermiest. Bei den Elektrotechnikern fürchten 36 Prozent, dass sie keine geeigneten Leute finden. Heißt: Hier ist jede dritte Stelle frei
Dass Zuwanderung aber nicht nur ein quantitativer, sondern auch qualitativer Vorteil für die Wirtschaft ist, beweist eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Forscher um IW-Direktor Michael Hüther fanden heraus, dass Zuzügler in der Regel besser ausgebildet sind als die Einheimischen.
Mehr als ein Viertel der in der vergangenen Dekade immigrierten Menschen zwischen 25 und 65 verfügt über einen Hochschulabschluss – in der Gesamtbevölkerung sind es nur 18 Prozent. Auch sind Zuwanderer im Durchschnitt zehn Jahre jünger als die Einheimischen: 85 Prozent der Personen, die zwischen 1999 und 2009 hierher zogen, sind im erwerbsfähigen Alter. In der heimischen Bevölkerung gilt das nur für 66 Prozent.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels leiste die Zuwanderung einen „wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, heißt es in der Studie. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die EU-Schuldenkrise Deutschland als Wunschziel attraktiv gemacht.















