Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung rechnet mit geringerem Wachstum

Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung rechnet mit geringerem Wachstum

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Die Bundesregierung rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent - und nicht mehr zwei Prozent in diesem Jahr

Die Bundesregierung hat inmitten von Turbulenzen an den Welt-Börsen ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im laufenden Jahr gesenkt.

Sie korrigierte ihre Prognose von zwei auf 1,7 Prozent nach unten. Das geht aus dem heute vom Kabinett beschlossenen Jahreswirtschaftsbericht hervor. 2007 hatte es noch ein Plus von 2,5 Prozent gegeben. Der Bericht wurde in wesentlichen Teilen vor dem Kurssturz an den Börsen erstellt, der zu Wochenbeginn die Sorge vor einer kräftigen Konjunkturabkühlung verstärkte.

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) warnte davor, die Entwicklung an den Aktienmärkten zu dramatisieren. „Der Jahreswirtschaftsbericht zeigt ganz klar, dass sich die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gegen externe Schocks deutlich verbessert hat“, sagte Glos. Sie sei stabiler aufgestellt als noch vor wenigen Jahren.

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Trotz der Wachstumseintrübung dürfte sich dem Bericht zufolge die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessern. Die Arbeitslosenquote soll danach im Jahresschnitt auf 8,2 Prozent sinken nach neun Prozent 2007. Die Arbeitslosenzahl werde damit um rund 300.000 zurückgehen. Weniger positiv sieht die Regierung die Entwicklung der Verbraucherpreise. Sie sagt eine Beschleunigung des Teuerungsrate auf 2,3 nach 2,2 Prozent im Vorjahr voraus.

Neuer Wachstumstreiber wird nach Einschätzung der Regierung der private Konsum. Er soll unter dem Eindruck einer verbesserten Beschäftigungslage um 1,1 Prozent zulegen. Im Vorjahr war er noch um 0,3 Prozent gesunken. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte dürfte mit 2,8 Prozent mehr als einen Prozentpunkt stärker als im Vorjahr wachsen. Dagegen werde sich das Plus bei den Bruttoanlageinvestitionen mit 2,3 Prozent mehr als halbieren. Auch der langjährige Wachstumsmotor Export werde nur noch um 5,8 Prozent nach 8,3 Prozent in 2007 zulegen.

Allerdings wird in dem Bericht nach Angaben aus Regierungskreisen auf vielfältige Unwägbarkeiten bei der Prognose verwiesen. Ein Risiko sei die Inflation. Nehme sie stärker zu, könnte das die Binnenwirtschaft und insbesondere den privaten Konsum dämpfen. Ein weiteres Risiko sei eine Ausweitung der US-Hypothekenkrise mit den dadurch ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten. Das könnte die Weltwirtschaft und über diesen Umweg auch die deutsche Wirtschaft beeinträchtigen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte unterdessen, er rechne angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten mit einer deutlichen Abschwächung der Weltwirtschaft schon in diesem Jahr.

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