Jobcenter: Wirtschaft fehlt Mut zur Einstellung von Flüchtlingen

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Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter in Sangerhausen

von Max Haerder

Die deutschen Jobcenter fordern von der deutschen Wirtschaft mehr Mut und Risikobereitschaft bei der Beschäftigung von Flüchtlingen.

Es gäbe bei Arbeitgebern eine „Diskrepanz zwischen der öffentlich bekundeten Unterstützung der Integration von Flüchtlingen und dem praktischen Handeln vor Ort“, sagte Matthias Schulze-Böing vom Bundesnetzwerk Jobcenter, der WirtschaftsWoche. Das Netzwerk vertritt die bundesweit über 400 deutschen Einrichtungen. Die Zahl der angebotenen Praktikums- und Ausbildungsplätze reiche bei weitem nicht aus.

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Flüchtlinge könnten aus Sicht der Jobcenter zudem deutlich besser gefördert werden. Das Netzwerk fordert deshalb mehr eigene Kompetenzen bei Sprachkursen, die bislang beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegen. „Die bestehenden Vergabe und Einkaufsverfahren bei BAMF und BA sind schwerfällig und überkomplex“, sagte Matthias Schulze-Böing der WirtschaftsWoche.

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„Wenn die Jobcenter das vor Ort organisieren würden, könnte es besser funktionieren.“ Die Jobcenter bemängeln vor allem, dass die Verknüpfung von Deutschkursen mit Praxiserfahrungen und beruflicher Qualifizierung nach wie vor zu schlecht funktioniere.

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