Juso-Chefin Uekermann: Jusos fordern von Schulz Ausschluss der Großen Koalition

Juso-Chefin Uekermann: Jusos fordern von Schulz Ausschluss der Großen Koalition

, aktualisiert 03. März 2017, 12:33 Uhr
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Der SPD-Nachwuchs fordert von Kanzlerkandidat Martin Schulz eine klare Abwendung von der Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl. Bislang legte sich Schulz weder für noch gegen eine große Koalition fest.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Jugendorganisation der SPD fordert vom designierten Kanzlerkandidaten eine klare Position. Martin Schulz solle mit einer Absage an die Große Koalition in den Wahlkampf ziehen, fordert Juso-Chefin Uekermann.

BerlinDer SPD-Nachwuchs von den Jusos verlangt von Kanzlerkandidat Martin Schulz ein Nein zur Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl. „Wir erwarten von Martin Schulz eine klare Absage an die Groko. Er sollte die Aufbruchsstimmung für einen echten Politikwechsel nutzen – am liebsten natürlich in einer rot-rot-grünen Koalition“, sagte Juso-Chefin Johanna Uekermann der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei optimistisch, dass es bei einer deutlichen Mehrheit nach der Wahl bei den Inhalten zwischen SPD, Grünen und Linken klappen könnte.

An diesem Freitag will Schulz bei einer großen Juso-Konferenz in Berlin eine Rede halten. Der 61-Jährige legt sich bislang weder für noch gegen Koalitionen fest (außer der Absage an die AfD) und will versuchen, die SPD zur stärksten Kraft zu machen.

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Der links ausgerichtete Jugendverband, der mit Noch-Parteichef Sigmar Gabriel stets fremdelte, traut Schulz zu, gerade junge Menschen für die Partei zu begeistern. „Er trifft das Lebensgefühl der jungen Leute. Die sind wie er für Europa, gegen Rechts und für mehr Gerechtigkeit in der Welt“, sagte Uekermann. Im Wahlprogramm müsse Schulz dafür sorgen, dass Jugend-Themen wie weniger befristete Verträge, eine Mindestvergütung für Azubis und bezahlbare Wohnungen und Studi-Wohnheime prominent platziert seien.

Aber kann Ex-EU-Parlamentspräsident Schulz auch Frauen zur SPD zurückholen? 2013 entschieden sich die meisten Wählerinnen für die CDU von Angela Merkel. „Martin Schulz ist zwar auch ein Mann – aber Frauen nehmen ihm ab, dass für ihn Gerechtigkeit auch Gleichstellung zwischen Mann und Frau bedeutet.“ Die SPD sei lange sehr männerdominiert und „ein bisschen altbacken“ wahrgenommen worden, meinte Uekermann: „Das ändern wir gerade.“ Sie habe nie verstanden, warum so viele Frauen Merkel gewählt hätten: „Sie und die Union haben doch so gut wie nichts für Frauen gemacht. Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gleicher Lohn für Frauen - alles von der SPD.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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