K-Frage in der SPD: Nahles dementiert Gerüchte um Gabriel

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K-Frage in der SPD: Nahles dementiert Gerüchte um Gabriel

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Die SPD-Troika: Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier. Offiziell bleibt das Rennen um die Kanzlerkandidatur zunächst weiter offen. Spätestens im Dezember soll aber entschieden werden.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat Gerüchte dementiert, wonach sich SPD-Chef Sigmar Gabriel praktisch aus dem Rennen um die Kanzlerkandidatur zurückgezogen hat. Die K-Frage soll aber bis Dezember geklärt werden.

Die K-Frage lässt die SPD nicht zur Ruhe kommen: Generalsekretärin Andrea Nahles wies am Montag einen Zeitungsbericht als "Spekulation" zurück, wonach sich Parteichef Sigmar Gabriel aus dem Wettbewerb um die Kanzlerkandidatur faktisch zurückgezogen hat.

Zu einem entsprechenden Bericht der "Leipziger Volkszeitung" sagte Nahles im rbb, "Ich kann das nicht bestätigen. Es handelt sich um eine weitere, jetzt langsam wie das Kraut in die Höhe schießende Spekulation."

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Laut "LVZ" wird die Kandidatur nun unter SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und dem früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ausgemacht. Die beiden hätten sich gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären. Der eine wolle den anderen zusammen mit Parteichef Gabriel voll und ganz unterstützen, wurde der Zeitung aus Kandidatenkreisen bestätigt.

Kanzlerkandidat soll spätestens im Dezember feststehen

Zudem solle die Kandidatenkür nun spätestens auf einem Bundesparteitag im Dezember 2012 erfolgen, hieß es. Bislang wollten die Sozialdemokraten ihren Kanzlerkandidaten nach der Niedersachsen-Wahl Ende Januar nominieren.

Ein offizieller Parteitag ist laut SPD allerdings bislang in diesem Jahr noch nicht geplant, sondern lediglich ein Parteikonvent im November. Die SPD ruft nur alle zwei Jahre solche Kongresse ein. Der nächste ordentliche Parteitag ist erst nach der Bundestagswahl im September kommenden Jahres geplant. Für November diesen Jahres ist ein Parteikonvent einberufen. Zu diesem Nachfolgegremium des früheren Parteirats sind 200 gewählte Delegierte der Bezirke (Landes- und Bezirksvorsitzenden) eingeladen, der Konvent ist das höchste Entscheidungsgremium zwischen den Bundesparteitagen.

Neben Gabriel gehören bislang Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück zu den möglichen Herausforderern von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Wahl in einem Jahr. Bislang hält die sogenannte Troika an ihrer Ankündigung fest, über den Bewerber erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 zu entscheiden.

SPD-Parteitag Die leidige K-Frage

Auf ihrem Parteitag beschließt die SPD ihr neues Programm. Doch das meistdiskutierte Thema bleibt die Kanzlerkandidatur.

Rote Rosen zur Wiederwahl: Beim SPD-Bundesparteitag in Berlin erhielt der neue und alte Parteichef Siegmar Gabriel Montag 91,6 Prozent der Stimmen. Quelle: dpa

Für eine frühzeitigere Kandidatenklärung spräche laut "Leipziger Volkszeitung" auch die Notwendigkeit, das sich abzeichnende Regierungsprogramm nicht am Ende einem Kandidaten "überzustülpen". Dieser Eindruck müsse auf jeden Fall verhindert werden.

Noch am Wochenende hatten sich alle drei Mitglieder der SPD-Troika auf dem "Zukunftskongress" der Partei in Berlin mit Grundsatzreden in Stellung gebracht - aber auch Einigkeit demonstriert. Gabriel selbst hatte am Samstag augenzwinkernd den Namen des kommenden SPD-Kanzlerkandidaten getwittert: "Frank-Walter Gabrielbrück".

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