K-Frage in der SPD: Peer Steinbrück, der König der Biografen

ThemaSPD

K-Frage in der SPD: Peer Steinbrück, der König der Biografen

Bild vergrößern

Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gilt als möglicher Kanzlerkandidat der SPD.

von Cornelia Schmergal

Das Interesse an Peer Steinbrück ist riesig, seit er wieder als aussichtsreicher Anwärter auf die Kanzlerkandidatur gilt. Dafür spricht die hohe Zahl an Biografien, die nun über ihn erscheint. Doch das Rennen um die K-Frage in der SPD ist trotzdem noch längst nicht entschieden.

Wenn es nach der Anzahl der Biografien ginge, dann müsste Peer Steinbrück unangefochten als Kanzlerkandidat für die SPD ins Rennen gehen. Gleich drei Lebenserzählungen erscheinen in diesem Jahr über den SPD-Politiker, zwei davon in diesem Herbst. Das einzig vergleichbare Werk, das über Mitkonkurrent Frank-Walter Steinmeier zu kaufen ist, datiert noch von 2009. Und für Parteichef Sigmar Gabriel scheint sich bislang kein Autor zu interessieren.

Im Fall Steinbrück könnten alle drei Bücher Verkaufsschlager werden, alle drei wurden von Journalisten verfasst, alle drei schon im vergangenen Jahr konzipiert, als es noch so aussah, als könnte Steinbrück ganz sicher das Rennen machen. Es gibt viele Neider in der Partei, die behaupten, die Medien hätten Steinbrück schon immer hoch geschrieben. Und die Dichte von Biografien sei nun wieder einmal der Beweis dafür.

Anzeige

SPD-Kanzlerkandidatur Das Troika-Konzept hat sich totgelaufen

Machen Frank-Walter-Steinmeier und Peer Steinbrück die Kandidatenkür für die Bundestagswahl 2013 unter sich aus? Andrea Nahles dementierte Gabriels Rückzug. Aber die Anzeichen mehren sich.

Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier Quelle: dapd

Tatsächlich hätten sich die Kollegen von FAZ, Welt oder Focus wohl kaum die Mühe gemacht, sich mit einem Ex-Bundesfinanzminister und Ministerpräsidenten a. D. auseinanderzusetzen, würden sie nicht darauf hoffen, dass ihre Werke auf breites Interesse stoßen. Peer Steinbrück bewegt die Helmut-Schmidt-affinen Bildungsbürger auch jenseits der SPD. Außerhalb seiner Partei ist er gar beliebter als an der sozialdemokratischen Funktionärsbasis. Und genau das könnte sein Problem werden.

In seinem Amtsvorgänger Theo Waigel immerhin scheint er einen Fan zu haben. Der CSU-Politiker ist an diesem Mittwochabend nach Berlin gekommen, um die Steinbrück-Biografie der Frankfurter-Allgemeinen-Journalisten Eckart Lohse und Markus Wehner vorzustellen. Auf die Frage, ob sein Nachfolger denn einen geeigneten Kanzlerkandidaten abgeben könnte, entgegnet Waigel grinsend, er habe mit ihm durchaus schon einmal darüber gesprochen.

„Und er hat gesagt: Wenn Sie für mich votieren, ist das mein politisches Ende.“ An dieser Stelle kichert der ganze Saal. Allerdings kann Waigel nicht verhehlen, dass bei ihm stets „eine gewisse Grundsympathie“ für Steinbrück mitspiele. Sein Humor imponiere ihm, hat er noch kurz zuvor gesagt.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%