Bild: dpaRente mit 67 ab 2012
Der erste Jahrgang in Deutschland, der für die vollen Rentenbezüge bis zum 67. Lebensjahr arbeiten muss, ist der Geburtsjahrgang 1964. Diese Frauen und Männer sind heute 47 Jahre oder jünger. Das Regelalter für die abschlagsfreie Rente steigt schrittweise von Monat zu Monat an. Dadurch soll 2029 die Anhebung auf 67 Jahre erreicht sein.
Bild: dpaRentenbeginn wie vor 40 Jahren
Erst mit 65 in Rente? Für die Männer und Frauen des Jahrgangs 1945 nichts ungewöhnliches. Laut Statistik der Deutschen Rentenversicherung verabschieden sich ganze 43 Prozent der Arbeitenden dieses Jahrgangs erst mit 65 Jahren aus dem Berufsleben. Ein solch hoher Prozentsatz wurde lange nicht erreicht. Der letzte Jahrgang, in dem so viele Menschen erst mit 65 in Rente gingen, war der von 1908. Damals waren es sogar 49 Prozent.
Bild: APLänger leben, länger Rentner sein
In den vergangenen 40 Jahren ist die Dauer, wie lange Rente bezogen wird, deutlich angestiegen. Während ein Bürger der Bundesrepublik 1970 im Schnitt 11 Jahre Rente bezog, waren es 2010 bereits über 18 Jahre. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen von etwa 70 auf rund 80 Jahre. Wer sich nicht ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlassen möchte, sollte schon in jungen Jahren über eine private Vorsorge nachdenken.
Bild: dpaKürzung bei der Hälfte der Neurentner
Aufgrund der erhöhten Regelaltersgrenze von 65 Jahren und einem durchschnittlichen Renteneinstiegsalter von 63 Jahren sind 2010 über die Hälfte der Neurentner 2010 mit Abschlägen in Rente gegangen. Dabei wird für jeden Monat, den man vor der Grenze in Rente geht, 0,3 Prozent vom Rentenanspruch abgezogen. Das summierte sich ordentlich...
Bild: dpa113 Euro weniger für einen frühen "Feierabend"
Früher in Rente gehen, mehr vom Lebensabend haben. Das wünschen sich viele Deutsche. Fast jeder zweite, der in Rente geht, nimmt für eine vorzeitige Altersrente Abschläge in Kauf. Doch mit der Erhöhung des Renteneinstiegsalters sind auch die durchschnittlichen Abschläge immer weiter gestiegen. Während Bundesbürger 1997 durchschnittlich knapp 18 Euro pro Monat an Brutto-Abschlägen für eine vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben in Kauf nehmen mussten, waren es 2010 bereits 113 Euro.
Bild: dpa„Normale Rente“ derzeit mit 63
Im Schnitt gehen die Deutschen heute mit 63 Jahren in Rente, wobei Frauen durchschnittlich einige Monate früher die Segel streichen als Männer. Rechnet man allerdings die Frührentner mit ein, so sinkt das durchschnittliche Rentenzugangsalter auf 60,7 Jahre.
Bild: dpaIm Osten ist früher Schluss
Wer in den neuen deutschen Bundesländern arbeitet, geht im Schnitt früher in Rente als in den alten Bundesländern. Während 2010 das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Co. bei 61 lag, kommen die neuen Bundesländer auf ein Durchschnittsalter von 59,2. Übrigens der gleiche Wert wie in der Bundesrepublik 1960.
Rente mit 67 ab 2012
Der erste Jahrgang in Deutschland, der für die vollen Rentenbezüge bis zum 67. Lebensjahr arbeiten muss, ist der Geburtsjahrgang 1964. Diese Frauen und Männer sind heute 47 Jahre oder jünger. Das Regelalter für die abschlagsfreie Rente steigt schrittweise von Monat zu Monat an. Dadurch soll 2029 die Anhebung auf 67 Jahre erreicht sein.
Die Bundesregierung hat die Beitragssenkung in der Rentenversicherung von 19,6 auf voraussichtlich 19,0 Prozent des Bruttolohns im Bundestagswahljahr 2013 auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte am Mittwoch das Beitragsgesetz von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden um jeweils 2,7 Milliarden Euro entlastet. Auch der Bundeshaushalt spart über eine Milliarde Euro.
In dem Gesetzentwurf heißt es, die Bundesregierung wolle „wegen der gestiegenen Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld“ vor allem aufgrund der Krise in der Euro-Zone frühzeitig für Klarheit beim Beitragssatz sorgen. Das Schicksal des Gesetzes ist dennoch ungewiss.
Widerstand gibt es aus den Ländern, darunter auch unionsgeführte Landesregierungen. Sie wollen statt der Beitragssenkung die Rücklagen der Rentenversicherung von derzeit gut 25 Milliarden Euro weiter ausbauen. Mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundesrat könnten sie das Vorhaben scheitern lassen.
Der Beitragssatz von 19,0 Prozent im Gesetzentwurf ist nur ein Platzhalter. Ende Oktober rechnet der Schätzerkreis der Rentenversicherung aus, welchen Spielraum es auf Grundlage des geltenden Rechts gibt. Da die gute Arbeitsmarktentwicklung die Einnahmen sprudeln lässt, halten Experten auch eine Absenkung des Beitragssatzes auf 18,9 Prozent für möglich.
















