Kampf gegen Cyberkriminalität: Mehr Cyberintelligenz für die Bundeswehr

Kampf gegen Cyberkriminalität: Mehr Cyberintelligenz für die Bundeswehr

Um der Gefahr von Cyberangriffen auch auf die Streitkräfte gewachsen zu sein, sollen die Cyber- und IT-Fähigkeiten bei der Bundeswehr verbessert werden. Ein eigenes Cyber-Kommando soll es aber nicht geben.

Angesichts neuer Bedrohungen will das Verteidigungsministerium seine Kompetenzen im Cyber-Bereich stärken. Die Bundeswehr werde deshalb die bereits vorhandenen Cyber- und IT-Fähigkeiten bündeln, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Tagesbefehl von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Hintergrund ist vor allem die wachsende Gefahr von Cyberangriffen auch auf die Streitkräfte.

Deshalb soll auch die Bundeswehr im Cyberraum schlagkräftiger werden. Zudem sei eine zentrale Ansprechstelle für andere Ministerien und internationale Partner nötig, heißt es. Armeen anderer Nationen haben bereits seit längerem eigene Cyber-Einheiten aufgebaut. Die USA etwa verfügen sogar über ein eigenes Cyber-Kommando, dem 50.000 Mitarbeiter unterstehen. Weltweit versuchen auch Länder wie China, Russland, Iran, Israel oder Nordkorea, schlagkräftige Cyberstreitkräfte aufzubauen.

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Diese Branchen sind am häufigsten von Computerkriminalität betroffen

  • Gesamt

    Der Branchenverband Bitkom hat Anfang 2015 in 1074 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern danach gefragt, ob das jeweilige Unternehmen innerhalb der letzten zwei Jahre von Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage betroffen war. Gut die Hälfte der befragten Unternehmen gaben an, tatsächlich Opfer von IT-gestützter Wirtschaftskriminalität geworden zu sein.

    Quelle: Bitkom/Statista

    Stand: 2015

  • Platz 5

    Im Handel wurden 52 Prozent der befragten Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Cyber-Kriminalität.

  • Platz 4

    58 Prozent der befragten Unternehmen in der Medien- und Kulturbranche gaben an, in den letzten zwei Jahren Computerkriminalität erlebt zu haben. Ebenso viele Unternehmen aus der Gesundheitsbranche klagten über IT-Kriminalität.

  • Platz 3

    Das Finanz- und Versicherungswesen ist ein lohnendes Ziel für Hacker, Wirtschaftsspione und Datendiebe: 60 Prozent der befragten Unternehmen konnten von Datendiebstahl oder ähnlichem während der vergangenen zwei Jahre berichten.

  • Platz 2

    Fast zwei Drittel der Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche hatten in den vergangenen zwei Jahren mit Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage zu kämpfen.

  • Platz 1

    Auf Platz 1: Der Automobilbau. 68 Prozent der Autobauer klagten über Wirtschaftskriminalität in Form von Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage.

In der Bundeswehr wird dagegen eher der defensive Charakter der geplanten Zentralisierung betont. Für den Einsatz von Cyberfähigkeiten im Ausland werde ohnehin ein Mandat des Bundestages notwendig sein, hieß es. Die Bündelung unter der Verantwortung von Staatssekretärin Katrin Suder werde bis Frühjahr 2016 abgeschlossen sein, heißt es in dem Schreiben von der Leyens an die Soldaten. Die Ergebnisse würden auch in das geplante Weißbuch zur deutschen Sicherheitspolitik einfließen.

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