Kanzlerin Merkel: ARD und ZDF sollten Text im Netz reduzieren

Kanzlerin Merkel: ARD und ZDF sollten Text im Netz reduzieren

, aktualisiert 18. November 2011, 20:16 Uhr
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Bundeskanzlerin Angela Merkel empfiehlt den Öffentlich-Rechtlichen, im Internet mehr auf Multimedia-Angebote zu setzen.

Quelle:Handelsblatt Online

Angela Merkel empfiehlt den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, sich im Internet auf Video und Audio zu konzentrieren - Texte sollten reduziert werden. Das komme auch den Nutzern entgegen, so die Bundeskanzlerin.

BerlinMehr Multimedia, weniger Text - das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Internet-Auftritte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angeregt. Diese sollten sich in ihren „Tele-Medienangeboten und Smartphone-Applikationen auf Bewegtbilder und Audiostreams konzentrieren und die Texte reduzieren“, sagte Merkel am Freitag bei den Zeitschriftentagen des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Auch die Nutzer seien wohl vorrangig daran interessiert, Bewegtbilder zu sehen, sagte Merkel.

Forderungen des VDZ nach einer Änderung des Kartellrechts kam Merkel zudem entgegen. Es sei richtig, dass das derzeitige Kartellrecht im Zusammenhang mit Pressefusionen keine Rücksicht auf die internationalen Verflechtungen nehme. Die Bundeskanzlerin sagte den Verlegern zu, „die sogenannte Aufgreifschwelle für Fusionen zwischen Verlagen soll erhöht werden“. Dadurch erweiterten sich die wirtschaftlichen Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten der Verlage.

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VDZ-Präsident Hubert Burda hatte zuvor ein „zeitgemäßes Kartellrecht“ gefordert, dass „der neuen Medienrealität gerecht wird“. Die derzeitigen Regeln könnten nicht verhindern, dass im digitalen Bereich Monopole entstünden, kritisierte Burda.

Merkel sprach sich in ihrer Rede vor den Zeitschriftenverlegern für den Erhalt des Presse-Grosso-Systems in Deutschland aus. „Wir sind uns mit dem Verlegerverbänden und dem Bundesverband Presse-Grosso einig, das Grosso-System muss erhalten bleiben“, sagte Merkel. Falls gerichtliche Auseinandersetzungen dazu führten, dass das Grosso-System gefährdet wäre, „werden wir die entsprechenden Handlungen vornehmen“.

Der Bundesgerichtshof hatte im Oktober entschieden, dass ein Verlag die Belieferung eines Presse-Großhändlers mit Zeitungen und Zeitschriften kündigen kann.

Quelle:  Handelsblatt Online
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