Kanzlerkandidat der SPD: Scholz will keinen Konkurrenzkampf mit Gabriel

Kanzlerkandidat der SPD: Scholz will keinen Konkurrenzkampf mit Gabriel

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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.

Mehrere Bewerber wären doch schön, sagt SPD-Chef Sigmar Gabriel im Hinblick auf den Kanzlerkandidaten seiner Partei. Das sehen jedoch nicht alle so.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz hat sich gegen den von SPD-Chef Sigmar Gabriel angeregten Konkurrenzkampf um die Kanzlerkandidatur ausgesprochen. "Der SPD-Vorsitzende ist der natürliche Kanzlerkandidat", sagte Scholz den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland laut Vorabbericht vom Montag. Die SPD sei eine solidarische Partei, deren Spitze zusammenhalte. "Wir machen uns nicht gegenseitig die Posten streitig", sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende. Gabriel hatte im "Spiegel" gesagt, er fände es hervorragend, wenn zwei oder drei Leute aus der Parteiführung sich um die Spitzenkandidatur bewerben, über die dann die Mitglieder entscheiden würden.

Bislang wird die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der SPD für Anfang 2017 erwartet. Gabriel, der seit seinem 74-Prozent-Ergebnis bei seiner Wiederwahl auf dem Parteitag im Dezember als angeschlagen gilt und parteiintern wegen der schlechten Umfragewerte in der Kritik steht, will sich noch nicht festlegen.

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Auf die Frage, ob er entschlossen sei, als Kandidat anzutreten, sagte er: "Das entscheidet die SPD, wenn es soweit ist." Angesichts von Umfragen, in denen die SPD bei rund 20 Prozent liegt, sei es allerdings schwierig, den Kanzler zu stellen. Neben Scholz wird in den Medien Europa-Parlamentspräsident Martin Schulz als potenzieller Kanzlerkandidat genannt.

Sigmar Gabriel SPD-Chef dementiert Rücktrittspläne

Es waren ein paar Sätze, die Helmut Markwort fallen ließ. Damit hat er den Politikbetrieb in Schwung gebracht. Viele SPD-Vordere dementierten angebliche Rücktrittspläne von Parteichef Gabriel. Nun äußert sich Markwort.

Sigmar Gabriel: SPD-Chef dementiert Rücktrittspläne Quelle: dpa

Steinmeier und Scholz stärken Gabriel den Rücken

Gabriel gab sich demonstrativ gelassen zu den Spekulationen über einen Wechsel an der Parteispitze. Es sei wie im Fußball, sagte er dem "Spiegel": "Wenn es gegen den Abstieg geht, wird auch über den Trainer diskutiert. Es wäre komisch, wenn es diese Diskussionen nicht gäbe." Es sei auch nicht verboten, "in schwierigen Zeiten zu fragen, ob vielleicht ein Wechsel an der Führungsspitze nötig ist", sagte der Parteichef.

Unterstützung gegen die parteiinterne Kritik erhielt Gabriel von seinem Stellvertreter Scholz und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. "Ich halte Sigmar Gabriel für einen guten Parteichef", sagte Scholz. Steinmeier, der in den Umfragen beliebtester SPD-Politiker ist und als Kanzlerkandidat 2009 gegen Amtsinhaberin Angela Merkel unterlag, ging sogar deutlich weiter: "Keiner hat sich um die Partei so verdient gemacht wie Sigmar Gabriel", sagte der Minister dem "Tagesspiegel". "Keiner hat mehr Rücksicht auf die Partei genommen und sie so gestärkt."

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