Karl-Theodor zu Guttenberg: „Wenn jemand mit Alphatieren umgehen kann, dann Merkel“

Karl-Theodor zu Guttenberg: „Wenn jemand mit Alphatieren umgehen kann, dann Merkel“

, aktualisiert 30. August 2017, 21:36 Uhr
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Guttenberg war nach der Plagiatsaffäre 2011 von allen politischen Ämtern zurückgetreten und in die USA gezogen.

Quelle:Handelsblatt Online

Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder da: Im oberfränkischen Kulmbach hat der einstige CSU-Hoffnungsträger seinen ersten Wahlkampfauftritt absolviert. Auch die Plagiatsaffäre sprach der Ex-Verteidigungsminister an.

KulmbachEx-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich sechs Jahre nach seiner Plagiatsaffäre noch einmal reumütig gezeigt, sieht das Thema aber als endgültig abgeschlossen an. „Ich habe alle Konsequenzen ertragen“, sagte der 45-Jährige bei seinem ersten Wahlkampfauftritt für die CSU am Mittwoch im oberfränkischen Kulmbach. „Aber ich darf auch nach so langer Zeit für mich sagen, jetzt ist auch mal irgendwann gut.“

Auf die Affäre um seine Dissertation, die in Teilen abgeschrieben war, ging Guttenberg nicht direkt ein. Er sprach aber von einem „absolut selbst verursachten“ Fehler und von „Spott und Häme“, die er abbekommen habe. Zugleich kokettierte er mit dem Thema: Er stehe bewusst vor und nicht hinter dem Rednerpult, sagte der einstige CSU-Hoffnungsträger vor 1200 Zuhörern in der vollbesetzten Stadthalle. Er wolle nicht Gefahr laufen, eine „abgeschriebene Rede“ vorzutragen.

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Guttenberg war nach der Plagiatsaffäre 2011 von allen politischen Ämtern zurückgetreten und in die USA gezogen. Als Wahlkämpfer für die CSU will er in den kommenden Wochen mehrere Termine in Bayern absolvieren. Speziell in seiner Heimat Oberfranken habe er auch in „dunklen Stunden“ viel Zuspruch erfahren, sagte er.

Guttenberg kritsierte das geplante Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) beim russischen Ölkonzern Rosneft. Ich wundere mich, wie wenig Widerstand aus seiner eigenen Partei kommt“, sagte Guttenberg am Mittwoch in Kulmbach bei einem Wahlkampfauftritt für die CSU. Den SPD-Altkanzler bezeichnete er als „Gazprom-Gerd“ - und witzelte weiter: „Alte Liebe Rosneft nicht.“ Kurz nach seiner Wahlniederlage 2005 war Schröder beim Betreiber der Gas-Pipeline Nord Stream eingestiegen, er wurde Vorsitzender des Aktionärsausschusses eines Konsortiums, an dem der russische Staatskonzern Gazprom die Mehrheit hält. Schröder will in den Aufsichtsrat von Rosneft einziehen.

Über Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Guttenberg: „Wenn jemand mit Alphatieren, die vor Kraft nicht laufen können, umgehen kann, dann sie. Ich habe das am eigenen Leib erfahren.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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