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Karriere: Beamtenlaufbahn bei Absolventen beliebt

von Max Haerder

Immer mehr Absolventen wollen für den Staat arbeiten. Doch die Konkurrenz ist groß.

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Phillipp Schmitt würde es machen, sofort. Das angestaubte Image von Amtsstübchen und Ärmelschonern wäre dem 26-Jährigen ziemlich egal. Er würde gerne für Vater Staat arbeiten. Ende vergangenen Jahres hat Schmitt sein Politikstudium beendet. Aber die Jobsuche gestaltet sich schwierig, sein gutes Diplom ist derzeit auf dem Arbeitsmarkt wenig wert. „Der Staat ist bald der Letzte, der Absolventen noch nach Tarif bezahlt und fair behandelt“, klagt er.

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Mit seiner Einstellung liegt Schmitt im Trend: 78 Prozent der Fach- und Führungskräfte können sich mittlerweile eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst vorstellen, ergab eine Studie des Jobportals Stepstone. Familienfreundlichkeit und Zuverlässigkeit, aber vor allem Sicherheit sind in Zeiten der Wirtschaftskrise bestechende Argumente.

Sicher - auch in der Krise

Für Absolventen ist das derzeit besonders attraktiv: Der Staat zahlt anständige Einstiegsgehälter. Bund und Länder schreiben zudem alle Stellen aus. Personalsuche unter der Hand, bei der viele Stellen überhaupt nicht oder nur pro forma öffentlich gemacht werden, ist kaum möglich.

Traditionell gehört vor allem der diplomatische Dienst zu den begehrtesten öffentlichen Anlaufstellen. Im jüngsten Arbeitgeberranking der WirtschaftsWoche war das Auswärtige Amt selbst bei Wirtschaftswissenschaftlern beliebter als Google oder Daimler. Im Bundesinnenministerium schnellte die Zahl der Bewerber für den juristischen höheren Dienst im letzten Jahr um mehr als 70 Prozent gegenüber 2008 nach oben. Selbst auf eine einzige Referentenstelle bekommen Ministerien in diesen Tagen bisweilen mehrere Hundert Bewerbungen.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.05.2011, 19:56 UhrAnonymer Benutzer: Anne

    besser als über die beamten zu schimpfen - Deutschlands funktionierende bürokratie hat auch ihre guten Seiten - sollte man vielleicht eher die Kritik mal bei den Unternehmen ansetzen, die es den Absolventen mittlerweile ziemlich schwierig machen und auch mit Einstiegsgehältern winken, bei denen man sich fragt, wieso man studiert hat und nicht eine Ausbildung gemacht und dann Weiterbildung drangehängt hat....
    .. aber dieses Gemecker über die beamten ist langsam echt out. Lebt mal ne zeitlang in China, Russland oder bulgarien und dann werdet ihr Euch an das funktionierende beamtendeutschland erinnern..

  • 14.04.2011, 17:08 UhrAnonymer Benutzer: DC

    Hallo Peter...wieso bist du kein beamter?

  • 13.07.2010, 16:53 UhrAnonymer Benutzer: Peter Schellinger

    Wieviel Kapital müßte man anlegen um einen beamten, der möglicherweises durch sein stressfreies Leben 100 Jahre alt wird durchzupansionieren.

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