Karsten Mühlenfeld: Schicksal von BER-Chef ist ungewiss

Karsten Mühlenfeld: Schicksal von BER-Chef ist ungewiss

, aktualisiert 27. Februar 2017, 14:40 Uhr
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Der Vorsitzenden der Geschäftsführung des Flughafens Berlin-Brandenburg steht unter Druck.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Mittwoch dürfte es eine Sondersitzung des Aufsichtsrats vom Hauptstadtflughafen BER geben. Die Zukunft von Flughafen-Geschäftsführer Mühlenfeld ist angesichts der jüngsten Querelen ungewiss.

BerlinDie Zukunft von Karsten Mühlenfeld als Chef der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft ist nach der Kritik an seiner jüngsten Personalentscheidung ungewiss. Mühlenfeld hatte am vergangenen Donnerstag den Bauleiter am neuen Hauptstadt-Airport BER, Jörg Marks, entlassen, was vielfach auf Unverständnis stieß. Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ droht Mühlenfeld deshalb sogar, selbst seinen Posten zu verlieren. In Gesellschafterkreisen werde ihm eigenmächtiges Handeln vorgeworfen, berichtet das Blatt.

Der frühere Bahn-Manager Christoph Bretschneider soll nach dem Willen Mühlenfelds den geschassten Technik-Chef ersetzen. Seine mehrwöchigen Bemühungen um diese Personalie sei „mindestens dem Anteilseigner Berlin bekannt“ gewesen, sagte der Geschäftsführer in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“. Dem hat die Senatskanzlei von Regierungschef Michael Müller inzwischen energisch widersprochen und betont, dass die drei BER-Gesellschafter - die Länder Berlin und Brandenburg samt dem Bund - von der Personalentscheidung völlig überrascht worden seien.

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Vertreter der Opposition in Berlin dringen seit Bekanntwerden der Kontroverse auf eine rückhaltlose Aufklärung dieses Widerspruchs. Der Bund hat wegen der jüngsten Vorgänge eine Sondersitzung des Aufsichtsrats beantragt, deren Termin noch nicht bekannt ist. An ihr ist nach eigenem Bekunden auch das Land Berlin interessiert. Die nächste reguläre Sitzung des Kontrollgremiums steht am 17. März an. Die für diesen Herbst geplante Eröffnung des Flughafens war schon vor längerem erneut geplatzt und selbst das Jahr 2018 erscheint dafür nicht mehr sicher.

In der Vergangenheit wurde die Inbetriebnahme des drittgrößten deutschen Flughafens seit dem ersten Termin 2011 schon rund ein halbes Dutzend Mal verschoben, weil Fehlplanung, Baumängel und immer neue Technikprobleme das Projekt verzögerten. Die Berliner Altflughäfen Tegel und Schönfeld sind derweil in die Jahre gekommen und arbeiten teilweise am Limit.

Quelle:  Handelsblatt Online
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