Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum 2000-2005 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kam Kassel mit 38,3 Punkten auf Platz 44 und beim Dynamikranking mit 44,8 Punkten auf Platz 40. Wo Kassel punktet – und wo nicht, zeigt die folgende Übersicht: Stärken Niveau-Ranking Je 100 Einwohner fuhren 2005 18,5 Beschäftigte mehr nach Kassel, um dort zu arbeiten, als umgekehrt Kassela-ner außerhalb von Kassel einer Tätigkeit nachgingen. Mit diesem Pendlersaldo belegt Kassel Platz 9. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2004 in Kassel bei 39.262 Euro (Durchschnitt: 34.632 Euro). Mit dieser Wirtschaftsleistung erreicht die Stadt Platz 15. Bei der Steuerkraft – das ist die Summe der kommunalen Steuereinnahmen in Euro geteilt durch die Einwoh-nerzahl – kam Kassel auf 885 Euro je 100 Einwohner (Stand: 2004) und lag damit etwas über dem Durchschnitt aller untersuchten Städte von 850 Euro je 100 Einwohner im Jahr 2004. Das bedeutet Rang 18. Dynamikranking Die Investitionsquote stieg in Kassel um +1,8 Prozentpunkte. Die Investitionsquote ist die Differenz zwischen zwei absoluten Durchschnittswerten in Prozentpunkten. Da die Investitionsquote (kommunale Investitionen in Prozent der Gesamtausgaben) von Jahr zu Jahr schwankt, werden nicht einzelne Jahreswerte, sondern die Durch-schnittswerte der beiden Zeiträume 1999-2001 und 2002-2004 miteinander verglichen. Im Mittel aller untersuch-ten Städte sanken diese um -1,7 Prozentpunkte. Platz 3 für Kassel. Die Produktivität, das ist das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen, stieg in Kassel von 2000 bis 2005 um 10,5 Prozent. Durchschnitt aller untersuchter Städte 7,6 Prozent. Rang 8 für Kassel. Die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger ist in Kassel zwischen 2000 und 2005 um 1,7 Personen je 100 Einwohner gestiegen. Der Durchschnittswert trägt 2,9 Arbeitslosengeld-II-Empfänger je 100 Einwohner. Damit belegt Kassel Platz 9. Schwächen Niveau-Ranking Bei der Wirtschaftsfreundlichkeit stellten 52,0 Prozent der im Jahr 2006 von der IW Consult befragten Unter-nehmer der Stadt Kassel ein positives Zeugnis aus. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 60,1 Prozent Positiv-antworten. Platz 45 für Kassel. Die Arbeitslosenquote in Kassel betrug 2005 21,7 Prozent. Mit diesem Wert liegt Kassel über dem Durchschnitt aller untersuchten Städte von 16,0 Prozent und landet damit auf Platz 48. Der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen lag 2004 je 1.000 Einwohner in Kassel bei 1,4. Der Mittelwert beträgt 3,2. Nur Rang 49. Dynamikranking Die Arbeitslosenquote wuchs in Kassel zwischen 2000 und 2005 um 4,9 Prozentpunkte (Durchschnitt: 3,6 Pro-zentpunkte). Mit diesem Wert kommt Kassel auf Platz 41. Platz 45 belegt Kassel bei der Entwicklung des Arbeitseinkommens, dem Bruttoarbeitseinkommen am Wohnort je Einwohner. Dieser Wert stieg im Zeitraum von 2000 und 2005 um 0,1 Prozent, im Durchschnitt der 50 Städte waren es 3,2 Prozent. Das ganze Profil von Kassel zum Download<< zurück zur Übersicht
Kassel: Viele Investitionen, zu wenig Arbeitsplätze
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