Klaus Zimmermann : IZA-Chef fordert Zuwanderungsgesetz

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Klaus F. Zimmermann, damaliger Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)

von Henning Krumrey

Klaus Zimmermann, Chef des Instituts zur Zukunft der Arbeit plädiert für ein durchschaubares Zuwanderungsgesetz und ein Bundesintegrationsministerium.

Deutschlands führender Arbeitsmarktforscher Klaus Zimmermann verlangt ein transparentes Zuwanderungsgesetz und ein Integrationsministerium. „Es fehlt in Deutschland angesichts von mehr als 50 verschiedenen Aufenthaltstiteln an der notwendigen Klarheit. Dies kann nur ein einheitliches deutsches Zuwanderungsgesetz erreichen“, sagte der Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn der WirtschaftsWoche. Das Gesetz sollte noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden.

Ungeachtet der Ablehnung von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) für ein solches Gesetz empfiehlt Zimmermann ein System mit klaren Kriterien und Höchstquoten zur Anwerbung von Fachkräften aus Staaten außerhalb Europas. Damit würde gleichzeitig der Zuzug von geringer qualifizierten Migranten deutlicher begrenzt.

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Zugleich plädiert der Forscher für ein Integrationsministerium zur Stärkung der Willkommenskultur. Neben einer verbesserten Mobilität innerhalb der EU sollten sich auch Flüchtlinge und Asylsuchende um eine Arbeitserlaubnis bewerben können. Das Gesetz solle „unsere Zuwanderungsbedingungen gegenüber denen offenlegen, die wanderungswillig und besonders gut qualifiziert sind“, sagte Zimmermann. „Wer nicht weiß, welche Bedingungen gelten, hat einen Anreiz weniger, den Schritt nach Deutschland zu tun.“

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