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Koalitionsverhandlungen: "Die FDP kann sich auf den Kopf stellen"

von Henrik Jeimke-Karge

Schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen stellen Union und FDP Forderungen an den künftigen Partner.

Arbeitnehmer mit einer Quelle: dpa-tmn
Arbeitnehmer mit einer Kündigung Quelle: dpa-tmn

Ein Streitpunkt ist bereits jetzt der Kündigungsschutz. Der CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs sprach sich für eine Lockerung. „Wir sehen beim Kündigungsschutz Reformbedarf“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Man müsse sich „genau anschauen, wo möglicherweise gut gemeinte Regelungen Neueinstellungen behindern“.

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Und auch aus der Wirtschaft gibt es Stimmen. So verlangt Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt eine Lockerung des Kündigungsschutzes bei Neueinstellungen. Es gehe darum, „den Einstieg in Arbeit für Arbeitslose zu erleichtern“, sagte er. „In der Arbeitsmarktordnung brauchen wir mehr Flexibilität.“

Gegenwind erhalten solche Vorstöße jedoch aus der Union. Entsprechenden Forderungen auch der FDP erteilte der Arbeitnehmerflügel der Union eine Absage. Der Vorsitzende des Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, sagte der „Berliner Zeitung“, die FDP werde ihre Forderung nach Einschränkung des Kündigungsschutzes genauso wenig durchsetzen können wie Änderungen bei der betrieblichen Mitbestimmung. „Da kann die FDP sich auf den Kopf stellen“, sagte er zum Thema Kündigungsschutz. Es gebe keine Notwendigkeit für Änderungen.

Warnung an die Union

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte unmittelbar nach der Wahl eine Rücknahme zentraler Beschlüsse der großen Koalition etwa zu Mindestlöhnen und dem umstrittenen Gesundheitsfonds ausgeschlossen. Lockerungen beim Kündigungsschutz hatte die CDU-Chefin im Wahlkampf abgelehnt.

In der FDP stoßen die Absagen der Kanzlerin an zentrale Forderungen der Liberalen auf scharfen Widerspruch. Merkel werde lernen müssen, dass die FDP kleiner als der bisherige Partner SPD sei, aber in der Sache entschlossener vorgehen werde, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Philipp Rösler der „Leipziger Volkszeitung“.

14 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.10.2009, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: nicolo

    Da pumpt sich eine Partei auf, als wenn sie von der Mehrheit der Deutschen gewählt worden wäre?! Größenwahn wäre eine vornehme Umschreibung dessen, was sich hier gerade abspielt! Nur zur Erinnerung: gerade 10% der Wahlberechtigten haben der FDP ihre Stimmen gegeben. Frau Merkel wird sich noch die SPD als Koalitionspartner zurückwünschen.

  • 01.10.2009, 12:33 UhrAnonymer Benutzer: Esther

    Naja, auf den Kanzler kommt es an - best kompetente (derzeit verfügbare) Persönlichkeit an die Spitze ( Kanzler ) - davon scheint Deutschland etwas entfernt - vielleicht könnte man mal nachdenken . Es kann nicht so lau weitergehen wie bisher, Veränderungen sollten nicht blockiert werden - und der Ton im Umgang miteinander stimmt leider auch nicht - so jedenfalls hat der bürger nicht den Eindruck es handele sich um den Wunnschpartner .

  • 01.10.2009, 11:32 UhrAnonymer Benutzer: Meinung

    Die angebliche Wirtschaftsparteien CDU und FDP haben noch immer nicht kapiert wie Wirtschaft funktioniert. Traurig dass man es nur behaupten muss, um gewählt zu werden. Die Zukunftsmärkte Soziales, Software/internet und Umwelttechnologien wurden allesamt von den kleinen Parteien besetzt. Da frag ich mich doch, welche Rolle die CDU und FDP für die Zukunft Deutschlands besetzen?

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