Konferenz der Länderchefs: 3100 Verfahren gegen illegale Glücksspiele

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1837 unerlaubte Glücksspielangebote wurden seit 2012 eingestellt.

von Andreas Macho

Die Regierungschefs der Länder wollen bei ihrer Konferenz in Saarbrücken am heutigen  Donnerstag und Freitag über die Zukunft des Glücksspielstaatsvertrags entscheiden.

Wie mühsam der Kampf gegen illegales Glücksspiel ist, verdeutlicht ein interner Evaluierungsbericht der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder, welcher bei dem Treffen präsentiert werden soll und der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt.

Laut dem Bericht haben die Innenministerien der Länder von Juli 2012 bis Ende 2016 „insgesamt 3.103 Verfahren gegen unerlaubte Angebote eingeleitet und darüber 1.873 Angebotseinstellungen erreicht“. Besondere Probleme bereiten den Behörden dabei verbotene Online-Casinos. So konnten laut dem Bericht „unerlaubte Glücksspielangebote – insbesondere im Internet – nicht vollständig unterbunden werden“.

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Gegen Online-Angebote aus den Steuerparadiesen Gibraltar und Malta sind die Behörden offenbar machtlos.  So würden in diesen Ländern etwa „Rechtshilfeersuchen im Rahmen des Glücksspielvollzugs regelmäßig erfolglos“ verlaufen. Auch die Strafverfolgung in diesen Ländern sei „nahezu ausgeblieben“. Insgesamt beziffert der Bericht den Anteil des Glücksspiel-Schwarzmarkts in Deutschland auf 18 Prozent.

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