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Konjunktur: ifo-Präsident Sinn: Deutsche Defizitquote geschönt

Die Defizitquote in Deutschland ist laut ifo-Präsident Hans-Werner Sinn geschönt, weil milliardenschwere staatliche Rettungsaktionen im Verlauf der Finanzkrise dort nicht erfasst werden.

Die Defizitquote in Deutschland ist geschönt, weil milliardenschwere staatliche Rettungsaktionen im Verlauf der Finanzkrise dort nicht erfasst werden. Das schreibt ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Rechne man diese Kosten mit ein, habe das deutsche Defizit 2010 bei 12,8 Prozent gelegen. Offiziell lag es 2010 bei 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

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Laut Sinn sind im offiziellen Budgetdefizit des Staates die deutschen Bad Banks, insbesondere die FMS Wertmanagement (HRE) und die Erste Abwicklungsbank (WestLB) nicht berücksichtigt,  obwohl sie zum Staat gehören. Sinn: „Die beiden Bad Banks haben 2010 einen Schuldenzuwachs von 232 Milliarden Euro oder 9,3 Prozent vom BIP verursacht. Es gab zudem noch eine Reihe anderer Maßnahmen zur Rettung der deutschen Banken, die die Staatsschuld erhöhten.“ Auch der  Luxemburger Rettungsfonds ESM, für den laut Sinn 7,5 Prozent des BIP zu veranschlagen seien, wurde nicht in die Defizitquote einbezogen. Sinn: „Es ist irritierend, dass Schuldenzuwächse nicht in den Budgetdefiziten auftauchen, sondern nur in der Statistik der Schuldenbestände. Offenkundig verschleiert die Methode, nach der in Europa die Budgetdefizite berechnet werden, einen Teil der Ursachen für steigende Schuldenstände.“

15 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.05.2011, 13:36 UhrAnonymer Benutzer: shadow dancer

    Schluss mıt den Rettungsschirmen ! Wer nicht rechnen kann, darf beim Euro nicht mehr mitspielen !

  • 25.05.2011, 10:10 UhrAnonymer Benutzer: Jocker1

    Herr Sinn hat vom Grundsatz her völlig recht !
    Deutschlands Defizitquote liegt zumindest weit über 10 v.H.,
    und dies ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.
    Unsere Politiker sind baluäugig, arrogant und leider auch etwas
    "wirr unterm Skalp" ! Was kümmerts Herrn Schäuble, geht bald in
    Pension mit ausreichender Pension, für ihn reichts doch, oder ?
    Die bürger interessieren nur am Rande, frühestens wieder kurz vor
    der nächsten bundestagswahl, dann wird wieder geschönt und gelogen, dass sich die balken biegen !
    Man ist noch Kohl und Wiagel gläubig. Wenn unsere Politiker Sach-
    verstand und Verantwortungsgefühl hätten, dann würden Sie alles
    daran setzen um aus dem Euro rauszuommen, aber erst müssen
    wir vollständig pleite sein. Wie in den 1920zigern, wo ein brot
    Milliarden kostete ! baut weiter die Finanzinstitionen aus, damit auch
    der letzte bürger ausgepresst werden kann. Wir fangen alle wieder
    von Null an, geht ganz schnell ! Ein Hoch unseren Politikern !

  • 18.05.2011, 23:29 UhrAnonymer Benutzer: MeinName

    was???....ich klapp gleich zusammen...

    Sondervermögen nennt sich das..und ist ein recht alter Hut

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