Konjunktur: Steuern runter: Merkel unter Zugzwang

KommentarKonjunktur: Steuern runter: Merkel unter Zugzwang

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Es kommentiert WirtschaftsWoche-Redakteur Christian Ramthun

Noch weigert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Steuerlast für Bürger und Betriebe zu senken. Doch die konjunkturellen Einschläge kommen in atemberaubendem Tempo näher, die Briten machen es jetzt vor, und auch in der Union schwellen die Forderungen nach Steuersenkungen an. Steuern runter - und zwar sofort. Ein Kommentar von WirtschaftsWoche-Redakteur Christian Ramthun.

Diese Wirtschaftskrise ist nicht normal. Deutschland und die Welt rutschen nicht in eine übliche Rezession, sondern - so ist zu befürchten - in eine Depression.

Als einziges mögliches Instrument bleibt uns daher, so sieht es die WirtschaftsWoche seit Ausbruch der dramatischen Krise: „Steuern runter – und zwar sofort!“

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Merkel hat immerhin schon halb eingelenkt. Sie spricht sich inzwischen für Steuersenkungen in der nächsten Legislaturperiode aus.

Doch das hieße, dass Entlastungen erst 2010 oder 2011 eintreten würden. Das ist zu spät.

Bis dahin hätte die Krise längst große Teile der deutschen Volkswirtschaft und unseres Wohlstands verwüstet. Deshalb muss die Bundeskanzlerin die dramatische Entwicklung voraus und zu Ende denken. Als Physikerin kann sie das. Und dann wird sie sich hoffentlich an die Spitze der Bewegung setzen und schon für den Beginn des nächsten Jahres den fiskalischen Druck auf die Unternehmen und Menschen lockern.

Steuern runter - und zwar sofort

Besonders geeignet sind Entlastungen bei der Einkommensteuer oder auch bei der Mehrwertsteuer. Das hilft dem Mittelstand, dessen Eigenkapitaldecke bisher zu schmal für den kalten Winter ist.

Das nützt den Menschen, die sich beim Konsum zurückhalten. Am Ende profitiert davon auch der Fiskus. Denn wenn die Wirtschaft unter der Krise zusammen brechen sollte, wäre dies der größte Schaden für die Staatskasse. Das muss auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wissen, der sich am vehementesten gegen Steuerentlastungen wehrt.

Jetzt geht es nicht mehr um ein Haushaltsziel für 2011, sondern es geht um unsere Volkswirtschaft, die Bürger und das gesamte Gemeinwesen. Deshalb: Steuern runter – und zwar sofort!

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