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Konjunktur: Wirtschaftsweise di Mauro: Deutliche Konjunkturabkühlung schon in diesem Jahr

Die Abschwächung der Konjunktur in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen Beatrice Weder di Mauro im nächsten Jahr fortsetzen. Eine Aufwärtsbewegeungen schon 2009 sei unwahrscheinlich, sagte sie im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Beatrice Weder di Mauro Quelle: REUTERS
Beatrice Weder di Mauro Quelle: REUTERS

Die Abschwächung der Konjunktur in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen Beatrice Weder di Mauro im nächsten Jahr fortsetzen. „Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren einen starken Aufschwung erlebt. Dass sich im Anschluss daran die Konjunktur abkühlt, kann nicht überraschen. Nach dem nochmals starken Auftakt zu Jahresbeginn ist für den weiteren Verlauf dieses und des nächsten Jahres ein deutlich langsameres Tempo zu erwarten. Eine rasche Aufwärtsbewegung, wie manche Experten sie schon für 2009 wieder erwarten, halte ich für unwahrscheinlich. Die Schwächephase dürfte länger andauern“, sagte di Mauro der WirtschaftsWoche.

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Di Mauro bedauert, dass die Bundesregierung die Wirtschaft nicht durch Reformen stützt oder ankurbelt. „Von grundlegenden Reformen ist leider wenig zu erkennen. Wir müssen schon froh sein, wenn es keine Rückschritte gibt und wir das Erreichte nicht verspielen“, so di Mauro. „Bei einer wichtigen Reformbaustelle gibt es aber noch Hoffnung: Die Regierung sollte alles daran setzen, eine verfassungsrechtlich verankerte Schuldenbremse zu installieren, um die Neuverschuldung in Zukunft strengen Regeln zu unterwerfen.“

Zu hohe Risikobereitschaft der Banken

Mit Sorge sieht di Mauro die Folgen der öffentlichen Finanzhilfen etwa für die Landesbanken und die IKB, die durch die Subprime-Krise in Schieflage geraten waren. Die Wirtschaftsweise rechnet mit einer weiter zu hohen Risikobereitschaft der Banken. „Diese Gefahr ist besonders ausgeprägt bei Instituten, die keine soliden Geschäftsmodelle haben. Zudem hat die Krise den Banken verdeutlicht, dass sie sich auf Stützung durch die Zentralbanken und den Steuerzahler verlassen können.“

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.06.2008, 20:54 UhrAnonymer Benutzer: laotse

    Nachdem der deutsche Aufschwung vornehmlich in den Taschen des Finanzministers stattgefunden hat, interessiert sich kaum noch einer dafür diesen Aufschwung fortzuführen. Verluste voll ertragen und bei Kursgewinnen sitzen Finanzminister, Solidaritätszahlung und Kirche auf einmal mit im boot ? Das läuft so nicht, denn es lohnt nicht mehr für den, der das Risiko alleine tragen soll. So nach dem Motto, "okay raub du die bank mal alleine aus - wenns klappt teilen wir die beute". Der Abschwung kommt und Deutschland hat sich mit dilettantischer Steuerpolitik einen Ehrenplatz ganz vorne gesichert.

  • 21.06.2008, 13:25 UhrAnonymer Benutzer: Joker10

    Nach knapp zwei Jahre kommt der sog. Aufschwung schon zum
    erliegen. Teure Rohstoffe und die bankenkrise wserden diesen
    Prozess noch beschleunigen. Hinzu kommt die hausgemachte
    Unsicherheit durch unsere Politiker, die nur ans falsche "verrteilen"
    denken, statt die bürger und die Wirtschaft durch eine reformierte
    Steuerpolitik dauerhaft zu entlasten. Die "Zocker" unter den banken,
    die entgegen jeder kaufmännischen Vernunft "gutes Geld - schlechtem " hinterhergeworfen haben, sollten nicht mit staatlicher
    Hilfe saniert werden. Der sog. bankenhnilfsfond mit Einlagesicherung
    haften hier umfassend. Landesbanken sollten schnellstens liquidiert
    werden, denn ihre Existenz kostet nur Steuergelder und "bringt"
    - ausser Ärger und Aufsichtsratsposten für PÜolitiker - nichts.

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