Krankenkhaus-Report 2013 : Immer kürzere Klinikaufenthalte wegen Darmkrebs

Krankenkhaus-Report 2013 : Immer kürzere Klinikaufenthalte wegen Darmkrebs

Darmkrebs ist eine häufige Erkrankung. Eine Studie legt nun nahe: Früherkennung lohnt, denn in Kliniken müssen nicht mehr so viele Betroffene. Nach Eingriffen ist es für manche weiter schwierig.

Zur Behandlung von Darmkrebs müssen laut einer Studie immer weniger Patienten in Deutschland ins Krankenhaus. Die Zahl der Betroffenen sank von 2005 bis zum vergangenen Jahr um 21 Prozent, wie die Krankenkasse Barmer GEK am Dienstag nach einer Analyse mitteilte. Von 10.000 Versicherten waren es nun rechnerisch noch 9,3 Patienten - statt 11,7 vor acht Jahren. Hintergrund sei, dass Darmkrebs dank Vorsorgeuntersuchungen häufiger früh erkannt werde. Zudem würden Chemotherapien und Bestrahlungen zunehmend in Arztpraxen statt im Krankenhaus vorgenommen. Nach einer Klinik- Behandlung haben viele Darmkrebs-Patienten aber weiter Probleme.

Vor allem durch Darmspiegelungen, auf die Patienten ab 55 Jahre Anspruch haben, könnten gutartige Krebs-Vorstufen früh erkannt und entfernt werden, sagte Barmer-GEK-Vizechef Rolf-Ulrich Schlenker. Bisher sei geplant, ab 2017 Versicherte ab 50 Jahren generell zur Vorsorge einzuladen. Man sollte jedoch prüfen, bereits vor 2017 damit zu beginnen. Neu an Dickdarmkrebs erkranken jährlich 65.000 Menschen.
Bei Operationen werden zunehmend schonendere Methoden angewandt, inzwischen laut Studie bei 15 Prozent der Eingriffe. Dabei dauert der Krankenhausaufenthalt weiterhin etwa elf Tage. Die Kosten stiegen aber seit 2005 von durchschnittlich 9300 Euro auf mehr als 11.300 Euro. In Kliniken geht es oft um schwere Krankheits-Ausprägungen. Ein Jahr nach der ersten Behandlung sterben etwa 20 Prozent der Erkrankten, nach fünf Jahren 55 Prozent. Für die Studie ausgewertet wurden Daten der 8,5 Millionen Barmer-GEK-Versicherten.

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Nach der Entlassung aus der Klinik machen vielen Darmkrebs- Patienten weiter Schwierigkeiten zu schaffen, wie eine ergänzende Befragung von mehr als 800 Betroffenen ergab - etwa Störungen bei der Wundheilung. Vor allem bei Mastdarmkrebs leiden viele psychisch unter Einschränkungen im täglichen Leben, beispielsweise wegen eines künstlichen Darmausgangs. Insgesamt ging die Verweildauer in den deutschen Krankenhäusern im vergangenen Jahr leicht von durchschnittlich 8,4 auf 8,3 Tage zurück. Anfang der neunziger Jahre waren es noch mehr als 13 Tage. Grund der meisten Krankenhaustage bleiben psychische Störungen.

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Laut MLP-Gesundheitsreport spricht sich eine Mehrheit in der Bevölkerung spricht für eine Bürgerversicherung aus. Bürger und Ärzte beklagen zudem den zunehmenden Ärzte- und Pflegepersonalmangel. Quelle: ZB

Der Grund: Durch den medizinischen Fortschritt könne der Mensch schneller entlassen und schonender behandelt werden, sagte Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Barmer GEK Vorstandsvorsitzender. "Das andere hängt mit der Vergütung der Krankenhausleistungen zusammen. Hier wird eben pauschal bezahlt und nicht mehr für eine möglicherweise lange Liegedauer." Insgesamt 64 Milliarden Euro hat die Gesetzliche Krankenversicherung im vergangenen Jahr für Krankenhausleistungen ausgegeben.

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