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Krankenversicherung: Hartz IV: Privatversicherten droht Schuldenfalle

von Cornelia Schmergal

Wer privat krankenversichert ist und Hartz IV beantragt, läuft in eine Schuldenfalle.

Rund 32.000 privat Krankenversicherten droht in diesem Jahr eine Schuldenfalle, weil sie Hartz IV beantragen müssen. Davon geht die Bundesregierung aus. Grund ist das geltende Recht, nach dem die Jobcenter nur einen Teil der Versicherungsbeiträge übernehmen. 2009 waren davon bereits 11.000 bedürftige Privatpatienten betroffen. Diese Zahlen nennt das Bundesarbeitsministerium auf eine Frage der Grünen-Abgeordnete Brigitte Pothmer. Zum ersten Mal legt die Regierung damit belastbare Daten zu einem Problem vor, das mit der letzten Gesundheitsreform entstanden ist: Seit 2009 dürfen Privatversicherte nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse zurück, wenn sie in Hartz IV rutschen.

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Versicherte müssen Differenz zahlen

Sie müssen stattdessen in den Basistarif wechseln. Dort zahlen sie den halbierten Beitrag, derzeit 291 Euro im Monat. Allerdings gewähren die Jobcenter nur einen Zuschuss von 126 Euro – so hoch ist der Beitrag für Arbeitslose in der Gesetzlichen. Für die Differenz von 165 Euro müssen die privatversicherten Bedürftigen selbst aufkommen. Zahlen sie nicht, übernimmt die Kasse zwar die Kosten für Behandlungen, stellt die Schulden aber später in Rechnung.

Gesundheitsminister Philipp Rösler und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen konnten sich bisher nicht auf eine Lösung einigen. Beide wollen das Thema aber bald klären.

33 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.03.2010, 14:29 UhrAnonymer Benutzer: diver

    ich sehe die Politiker nicht mehr als Volksvertreter. Die haben nur Machtspielchen im Sinn habe. Die Gesundheitsspielchen sind seit Ulla erst so richtig ins Rollen geraten und Rösler machts auf nicht besser.
    Jeder hat zwar gute Ansätze, das wars aber schon.
    Nicht zu Ende gedacht !!!!! schon [...]

  • 09.03.2010, 09:44 UhrAnonymer Benutzer: Matthias

    Die GKV ist wieder mal Pleite und schon versucht man durch die Medien alles dafür zu tun, auch die Letzten, die noch in die PKV wechseln wollen und können durch Panikmache und Schlechtreden davon abzuhalten, nur um deren beiträge in einem längst toten System zu binden. bananenrepublik Deutschland!

  • 08.03.2010, 23:16 UhrAnonymer Benutzer: Stefanie Vogel

    Was ist eigentlich derzeit los, ist es wirklich Unwissenheit, oder geht es einfach darum die Menschen zu verunsichern mit Aussagen die einfach nicht korrekt sind, so auch hier mal wieder, aber: "ist ein Hilfsbedürftiger im basistarif einer privaten Krankenversicherung versichert, so hat er einen Anspruch auf Übernahme der vollständigen beiträge durch den Grundsicherungsträger." Es gibt mittlerweile schon einige Urteile dazu und die Agentur muss zahlen!!
    Derzeit wird wohl alles dafür getan Übertritte in die private Krankenversicherung zu verhindern, in dem den Menschen einfach Anget gemacht wird, das ist echt unglaublich und die Medien beteiligen sich auch noch fleissig daran.

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