Krankheitserreger: Regierung steht in EHEC-Krise mit dem Rücken zur Wand

Krankheitserreger: Regierung steht in EHEC-Krise mit dem Rücken zur Wand

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Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU).

Die Quelle der EHEC-Erkrankungen ist noch immer nicht gefunden. 25 Menschen sind bislang gestorben. Die Opposition macht Druck und kritisiert das "Informationswirrwarr" der zuständigen Minister. Unterstützung kommt von überraschender Seite.

Die Oppositionsparteien haben das Krisenmanagement der Bundesregierung bei der Bewältigung der EHEC-Krise scharf kritisiert. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) habe die Krankheit zunächst nicht ernst genommen und die Einrichtung eines Krisenstabs „überheblich abgelehnt“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, am Mittwoch in Berlin. Auch Grüne und Linke warfen der Regierung Fehlverhalten vor. Lob kam dagegen von EU-Gesundheitskommissar John Dalli.

Oppermann betonte, dass es bis zu einem Treffen mit den Gesundheitsministern der Länder fünf Wochen gedauert habe. Die Leidtragenden seien dabei die Bürger. Entstanden sei ein „Informationswirrwarr“, da „die politischen Handlungsträger nicht mit einer Stimme sprechen“, monierte Oppermann. Zwtl: Grüne kritisieren zuständige Behörden Auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, kritisierte das Vorgehen Bahrs und von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Sie erwarte, dass jeden Morgen wieder das Krisenmanagement beginne. „Und zwar oben an der Spitze und nicht delegiert an drei, vier, fünf Bundesbehörden, die mit einer Vielzahl von Landesbehörden ein munteres Durcheinander organisieren“, fügte sie hinzu. Die beiden Minister müssten endlich ihre Arbeit machen.

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Lob aus Brüssel

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Martina Bunge, warf dem Gesundheitsminister zu zögerliches Handeln vor. „Bahr hat die Pflicht, innerhalb der Regierung auf den Tisch zu hauen und endlich die notwendigen Maßnahmen einzufordern, damit sich nicht eine Gesundheitsgefährdung an die andere reiht“, sagte Bunge. Die Linke fordere ein zentrales, einheitliches Vorgehen bei der Seuchen- und Epidemiebekämpfung. Zwtl: Dalli lobt Bemühungen der Deutschen EU-Gesundheitskommissar John Dalli hingegen lobte die Bemühungen der Deutschen in der EHEC-Krise.

Die Mitarbeiter der European Food Safety Agency und des European Centre for Disease, die die deutschen Experten in den vergangenen Tagen unterstützt hätten, seien sehr beeindruckt von deren Arbeit und der des Personals in den Krankenhäusern gewesen, sagte Dalli in Berlin. Zuvor hatte er die deutschen Behörden noch zu mehr Zusammenarbeit mit ausländischen Experten gemahnt. Man müsse sich jetzt weiter darauf konzentrieren, die Leiden der Patienten zu mindern, die Quelle des Erregers auszumachen und sicherzustellen, dass die Bevölkerung gut informiert werde. Der europäische Verbraucher habe ein Recht darauf, sich beim Verzehr von Lebensmitteln sicher zu fühlen, sagte Dalli. In Niedersachsen war am Mittwoch ein weiterer Patient an der Darmerkrankung verstorben. Bundesweit gibt es damit 25 EHEC-Todesfälle

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