Kriminalität: BKA schlägt Alarm wegen Geldwäsche

Kriminalität: BKA schlägt Alarm wegen Geldwäsche

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Das Bundeskriminalamt ist besorgt über Geldwäsche-Verdachtsanzeigen

Deutsche Banken schludern offenbar beim Thema Geldwäsche: Die Zahl der Geldwäsche-Verdachtsanzeigen ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

Bisher unveröffentlichten Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) zufolge erhielten die Ermittler 2007 lediglich 9.080 Anzeigen – ein Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung sei „beunruhigend“, sagte Michael Dewald, Chef der Financial Intelligence Unit (FIU) beim BKA. Sollte das kein Ausrutscher sein, sondern ein neuer Trend, dann „wäre das gefährlich für den Finanzplatz Deutschland“, warnt Dewald.

Deutschlands oberster Geldwäsche-Ermittler glaubt nicht, dass hierzulande tatsächlich weniger Geld gewaschen wird als früher. Jetzt soll seine Behörde die Ursachen für den Rückgang näher untersuchen. Auch die gemeldeten Fälle müssten eingehend analysiert werden: „Tendenziell betreffen die Verdachtsanzeigen der Banken verhältnismäßig kleine Beträge, nur selten geht es um große Summen“, sagte Dewald der WirtschaftsWoche. Doch nicht nur der Bankensektor, sondern auch die Bundesregierung muss sich in Sachen Geldwäsche Versäumnisse ankreiden lassen: Sie hat die dritte EU-Richtlinie zur Geldwäsche noch nicht umgesetzt, obwohl die Frist schon am 15. Dezember 2007 abgelaufen ist.

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