Kurz vor Linken-Parteitag: Lafontaine fordert erneut Euro-Ausstieg

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Kurz vor Linken-Parteitag: Lafontaine fordert erneut Euro-Ausstieg

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Der frühere Vorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, hat seine Euro-Kritik erneuert.

Unmittelbar vor dem heutigen Start des Linken-Bundesparteitags provoziert Oskar Lafontaine erneut mit der Forderung nach einer Abschaffung des Euro. Bei dem Treffen in Dresden dürfte es hoch hergehen.

Kurz vor dem Bundesparteitag der Linken hat der frühere Parteichef Oskar Lafontaine seine Forderung nach einem Ausstieg aus dem Euro erneuert - und den internen Streit damit wieder angefacht. „Wir brauchen ein besseres Währungssystem, in dem es auch nationale Währungen wieder geben kann, zum Beispiel in Zypern und Griechenland“, sagte Lafontaine der „Saarbrücker Zeitung“. Parteichef Bernd Riexinger wies den Vorstoß umgehend zurück. Es gebe in der Linken niemanden, der diese Forderung teile, sagte er.

Die Linke trifft sich ab Freitag zu einem dreitägigen Bundesparteitag in Dresden. Nach einer Generaldebatte will sie am Samstag ihr Programm zur Bundestagswahl verabschieden. Lafontaines Forderung nach einem Ausstieg aus dem Euro hatte kürzlich für erheblichen Wirbel in der Partei gesorgt. In ihrem Wahlprogramm bekennt sich die Linke nun klar zur Gemeinschaftswährung. „Auch wenn die Europäische Währungsunion große Konstruktionsfehler enthält, tritt Die Linke nicht für ein Ende des Euro ein“, heißt es in einem Entwurf.

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Der Euro-Wahlkampf ist eröffnet. Will die Linke raus aus dem Euro? Nein, stellt der Parteichef klar. Aber mit Gedanken an ein Ende der gemeinsamen Währung spielen auch die Linken.

Ohne deutliche Lohnerhöhungen in Deutschland droht nach Einschätzung der Linkspartei das Ende der europäischen Währungsunion. Die von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verordnete Sparpolitik bedrohe den Euro. Quelle: dpa

Lafontaine sieht keinen Gegensatz zwischen seiner Forderung nach einer Rückkehr zu nationalen Währungen und der Programmatik seiner Partei. „Das ist auch kein Widerspruch zum Wahlprogramm unserer Partei“, sagte er. Riexinger bekräftigte dagegen: „Die Linke plädiert nicht für den Austritt aus dem Euro.“ Und es gebe in der Partei auch niemanden, der das fordere. Allerdings seien viele genervt von Angela Merkels Basta-Politik, sagte der Parteichef der „Mitteldeutschen Zeitung".

Parteivize Sahra Wagenknecht rechnet in Dresden nicht mit größeren Debatten über die Haltung zum Euro. „Ich sehe keinen Bedarf“, sagte sie der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Im Programmentwurf heiße es inzwischen, dass ein Ende der Austeritätspolitik Voraussetzung für den Fortbestand des Euro sei. „Wir brauchen höhere Löhne und bessere Sozialleistungen in Deutschland, nur dann können die Ungleichgewichte in Europa überwunden werden. Geschieht das nicht, wird es in absehbarer Zeit den Euro nicht mehr geben“, sagte die Lebensgefährtin Lafontaines.

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