Ländervergleich: Bayern hat die pfiffigsten Grundschüler

Ländervergleich: Bayern hat die pfiffigsten Grundschüler

Nach einem Grundschul-Bundesländervergleich steht fest: Im Süden lernen die Kinder effektiver, sie können besser lesen und rechnen. Die Grundschüler aus den Stadtstaaten haben dagegen große Probleme.

Es ist schon ein gewohntes Bild: Wie bei fast jedem anderen Schulleistungsvergleich liegen auch diesmal die südlichen Bundesländer vorn. Dementsprechend beweist auch der aktuelle Bundesländer-Grundschulleistungsvergleich: Bayerns Grundschüler können am besten lesen, rechnen und zuhören - und daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen. Die Studie der Kultusministerkonferenz (MK) liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, sie wird heute in Berlin offiziell vorgestellt. In allen drei getesteten Disziplinen - Lesen, Zuhören, Mathematik - dominieren in der Spitzengruppe überwiegend Länder aus dem Süden Deutschlands. Danach folgt im Leistungsranking ein sehr breites Mittelfeld mit marginalen Punktunterschieden. Erhebliche Probleme in allen Bereichen haben dagegen die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg.

Nachholbedarf ermitteln

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Für diesen ersten rein innerdeutschen Grundschulleistungsvergleich wurden im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Viertklässler an über 1300 Grund- und Förderschulen getestet. Anders als bei den internationalen Schulleistungsstudien PISA, IGLU und TIMSS wurden die Testaufgaben für den nationalen Vergleich allein aus den von den Kultusministern verabredeten neuen bundesweiten Bildungsstandards entwickelt. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe können soll. Bei den deutschen Bundesländervergleichen soll vor allem ermittelt werden, wie weit die Schüler das mit den Bildungsstandards vorgegebene Lernniveau tatsächlich auch erreicht haben - und wo nachgesteuert werden muss.

Bei den internationalen PISA- und IGLU-Aufgaben für die älteren Schüler steht nach Darstellung der Organisationen die Frage im Vordergrund, ob und wie vorhandenes Wissen auch im Alltag eingesetzt werden kann. Ist der Schüler zum Beispiel in der Lage, Gelesenes zu reflektieren und dieses auch zu nutzen, um sich in der Gesellschaft zurecht zu finden. Außerdem fragen alle Studien nach dem sozialen Umfeld, wie es etwa um die Chancengleichheit für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern bestellt ist. Auch wird danach gefragt, wie Kinder von Migranten bildungsmäßig gefördert werden. Die neue IQB-Studie fragt auch nach der Fort- und Weiterbildung der Lehrer, welche Angebote sie nutzen insbesondere auch mit Blick auf die neuen Bildungsstandards.

Stadtstaaten weit unter Durchschnitt

Beim Lesen liegen in der Spitzengruppe Bayern (515 Punkte), Sachsen (513), Sachsen-Anhalt (511) und Thüringen (510) dicht beieinander. Die Schlusslichter Hamburg (478), Berlin (467) und Bremen (463) liegen dagegen deutlich unter dem Bundesschnitt von 500 Punkten. Rund 60 Punkte entsprechen dem Lernfortschritt von einem Schuljahr. In der Mathematik bilden Bayern (519), Sachsen und Sachsen-Anhalt (beide 517) sowie Baden-Württemberg (512) die Spitzengruppe. Klar unter dem Mittelwert von 500 Punkten liegen dagegen Brandenburg (491) Schleswig-Holstein (487) und Hessen (484) sowie die Stadtstaaten Hamburg (470) Bremen (452) und Berlin (451).

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Getestet wurde auch, wie gut Schüler aus Gehörtem Informationen ziehen können. Nur Bayern erzielt dort Werte, die deutlich oberhalb des Mittelwertes liegen. Die Untersuchung bestätigt frühere Erkenntnisse, dass Jungen besser rechnen, die Mädchen dagegen besser lesen und schreiben können. Dies wird besonders bei der Orthografie deutlich. Dort sind die Mädchen den Jungen im Schnitt um 32 Punkte voraus - was dem Lernfortschritt von einem halben Schuljahr entspricht. Neue IGLU und TIMSS-Ergebnisse gibt es übrigens am 11. Dezember 2012, die neue PISA-Studie ist für Dezember 2013 terminiert.

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