Landtagswahl: CDU gewinnt im Saarland

Landtagswahl: CDU gewinnt im Saarland

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Die CDU holt im Saarland die Mehrheit - Annegret Kramp-Karrenbauer bleibt Ministerpräsidentin des künftig schwarz-roten Bundeslands.

Quelle:dpa

Die CDU im Saarland bleibt nach der Landtagswahl vom Sonntag stärkste Kraft und kann eine große Koalition mit der SPD anführen. Ministerpräsidentin bleibt Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Partei von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt den Prognosen von ARD und ZDF zufolge auf rund 34,5 Prozent der Stimmen. Die SPD landet mit 30 bis 31 Prozent auf Platz zwei. Die Linke erreicht etwa 16 Prozent. Erstmals im Landtag vertreten sind die Piraten mit rund 7,5 bis 8,5 Prozent. Die Grünen ziehen mit rund 5 Prozent voraussichtlich in den Landtag ein, die FDP scheitert mit 1,5 Prozent der Wählerstimmen.

Landtagswahl So wählte das Saarland

Die konservative Annegret Kramp-Karrenbauer bleibt Ministerpräsidentin im Saarland. Die Ergebnisse und Sitzverteilungen.

Heiko Maas (SPD), Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Quelle: dpa

Bei Sonne satt und Frühlingstemperaturen fiel das Interesse der Bürger an der ersten von drei Landtagswahlen in diesem Jahr voraussichtlich geringer aus als bei der Wahl 2009. Nach einer Stichprobe in 73 Wahlbezirken hatten am Sonntag gegen 14.00 Uhr erst 31,1 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben, wie Landeswahlleiterin Karin Schmitz-Meßner in Saarbrücken mitteilte. 2009 waren es zu dieser Uhrzeit 36,7 Prozent gewesen. Am Ende lag die Wahlbeteiligung vor drei Jahren bei 67,6 Prozent.
Etwa 800.000 Bürger konnten am Sonntag über die Vergabe der 51 Sitze im Landesparlament entscheiden. Darum bewarben sich elf Parteien. Die Neuwahl im kleinsten deutschen Flächenland wurde nötig, weil Anfang Januar die schwarz-gelb-grüne Koalition - das erste Jamaika-Bündnis auf Landesebene - überraschend zerbrach. CDU und SPD konnten sich anschließend nicht auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung einigen. Die CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die SPD unter ihrem Spitzenkandidaten Heiko Maas kündigten im Wahlkampf allerdings an, nach der Wahl eine große Koalition bilden zu wollen. Die SPD lehnte eine nach den Umfragen mögliche rot-rote Koalition strikt ab.

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Das Regierungsbündnis steht schon fest: die Große Koalition. Trotzdem ist die Saarland-Wahl ein Testlauf für NRW und für den Bund. Denn was in Saarbrücken passiert, könnte sich in Berlin und Düsseldorf wiederholen.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Stimmabgabe. Quelle: dpa

Die Umfragen vor der Wahl ließen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der bisher regierenden CDU und der oppositionellen SPD erwarten. Die FDP drohte an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern. Auch für Grüne und Piratenpartei konnte es eng werden. Als drittstärkste politische Kraft sahen die Umfragen die Linkspartei unter ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine. In Saarbrücken lag die Wahlbeteiligung gegen 16.00 Uhr bei 39,7 Prozent. 2009 waren es zum gleichen Zeitpunkt 43,6 Prozent gewesen. Eine Sprecherin des Wahlamts der Stadt führte die niedrigere Wahlbeteiligung unter anderem auf das schöne Wetter zurück - im Saarland herrschte strahlender Sonnenschein mit frühlingshaften Temperaturen. Die Umstellung auf die Sommerzeit könne zudem bei einigen für eine verspäteten Besuch im Wahllokal verantwortlich sein. „Durch die Zeitumstellung verschieben die Leute den Wahlgang wohl um eine Stunde“, mutmaßte sie. Einige könnten also erst nach 18.00 Uhr - und damit zu spät - gekommen sein.

Quelle:  dpa
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