Landtagswahl : Schulz sieht SPD schwer getroffen

Landtagswahl : Schulz sieht SPD schwer getroffen

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SPD-Vorsitzender Martin Schulz nach der verlorenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein.

Parteichef Martin Schulz sieht nach der Wahlniederlage der SPD in Schleswig-Holstein keinen Grund zur Fröhlichkeit. Bei einem Presseauftritt sagte er aber, dass die SPD weiter kämpfen werde.

Die Wahlniederlage in Schleswig-Holstein hat die SPD nach Worten von Parteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz schwer getroffen. "Wir sind auch heute Morgen nicht fröhlich, das kann man nicht sagen, und es hat auch keinen Zweck, so zu tun", sagte Schulz am Montag bei einem kurzen Presseauftritt in Berlin mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten und Wahlverlierer Torsten Albig.

Die SPD sei in einer "schwierigen Lage", werde aber weiter kämpfen. Bei den Mitarbeitern der SPD-Parteizentrale bedankte er sich: "Es gibt manchmal Momente im Leben, wo der Beifall wie warmer Regen ist. Und deshalb: Vielen Dank für diesen Beifall, weil er uns Mut macht."

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Bei der Landtagswahl im Norden wurde die SPD bei deutlichen Verlusten hinter der CDU nur zweitstärkste Partei. In der Spitze der Bundes-SPD wird dafür vor allem Ministerpräsident Albig verantwortlich gemacht, der für die SPD trotz fünfjähriger Regierungszeit keinen Amtsbonus mobilisiert habe.

Wahl in Schleswig-Holstein Akute Abstiegsgefahr

Martin Schulz wollte im Sturmlauf erst drei Bundesländer erobern und dann das Kanzleramt. Aber der SPD-Star scheitert nicht nur an starker CDU-Verteidigung – er hat sich selbst verdribbelt.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Quelle: AP

"Ministerpräsident Torsten Albig konnte die hohe Zufriedenheit der Schleswig-Holsteiner mit seiner Politik nicht in Stimmen für die SPD ummünzen", heißt es in einer Reuters vorliegenden SPD-internen Wahlanalyse. Demnach entwickelte Albig "an den Wahlurnen eine deutlich geringere Zugkraft als 2012".

Albig äußerte sich nicht zu Konsequenzen aus der Wahlniederlage. Fragen von Journalisten wurden bei dem Termin nicht zugelassen.

Albig sagte, die SPD sei gefallen, werde aber wieder aufstehen und sich von "dem Staub des Hinfallens befreien". Welche Rolle er künftig spielen wird, erwähnte er nicht. Ministerpräsident bleiben könnte er rein rechnerisch nur in einer Ampelkoalition mit Grünen und FDP. Die Landes-FDP hat aber ausgeschlossen, dass sie dazu unter Albig bereit wäre.

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