Landtagswahlen: CDU verliert in Saarland und Thüringen massiv

Landtagswahlen: CDU verliert in Saarland und Thüringen massiv

Bild vergrößern

Ein Frau steckt einen Stimmzettel in eine Wahlurne.

Schwarzer Wahlsonntag für die CDU: Hochrechnungen zufolge verliert die CDU im Saarland ihre absolute Mehrheit, in Thüringen rasseln die Christdemokraten um zehn Prozentpunkte nach unten. Einzig in Sachsen bleibt die CDU klar dominierende Kraft.

Den ersten Hochrechnungen zufolge kassiert die CDU bei den heutigen Landtagswahlen im Saarland und Thüringen schwere Verluste. Einzig in Sachsen hielten sich die Christdemokraten beinahe unverändert.

In Thüringen hat die CDUihre Alleinregierung deutlich verloren und wird möglicherweise von einer linken Mehrheit in die Opposition geschickt. Am Sonntag kam die CDU laut ARD und ZDF nur noch auf 31,3 bis 32,2 Prozent (2004: 43,0). Die SPD erhielt 18,7 bis 18,8 Prozent, die Linke 26,1 bis 26,9. Die FDP erzielte 8,1 bis 8,4 Prozent, die Grünen landeten bei 5,7 bis 5,9 Prozent. Damit reicht es in Thüringen nicht für eine schwarz-gelbe Landesregierung. Möglich wäre aber eine Koalition aus CDU und SPD. Die CDU hatte in Thüringen in den vergangenen zehn Jahren allein regiert.

Anzeige

Im Saarland stürzt die CDU laut ARD und ZDF auf knapp 35 Prozent ab, die SPD erreicht 25,1 bis 25,8 Prozent, die Linke 19,7 bis 20,7 Prozent und die FDP 8,7 bis 9,3 Prozent. Die Grünen könnten mit 5,7 bis 5,9 Prozent knapp den Einzug in den Landtag schaffen und damit den Ausschlag geben, wer künftig im Saarland regiert: Die Partei hatte auch ein Bündnis mit CDU und FDP, die allein keine Mehrheit hätten, vor der Wahl nicht ausgeschlossen. Im Saarland ist nach ersten Hochrechnungen eine Koalition von SPD, Linken und Grünen möglich.

Schwarz-Gelbe Koalition in Sachsen

In Sachsen blieb die CDU von Ministerpräsident Stanislaw Tillich nach der ARD nach den ersten Hochrechnungen nahezu unverändert bei knapp 41 Prozent. Ihr bisheriger Koalitionspartner SPD verharrte ebenfalls mit rund zehn Prozent nahe ihrem Ergebnis von 2004. Die FDP verbesserte sich deutlich auf rund 10,5 Prozent nach 5,9 Prozent. In Sachsen will die CDU die Koalition mit der SPD nicht fortsetzen und stattdessen ein Bündnis mit der FDP eingehen. „In Sachsen kann die Koalition aus CDU und SPD abgelöst werden. Es wird zu einer schwarz-gelben Koalition kommen“, sagte der CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla heute in Berlin.

Sämtliche Ergebnisse und Hochrechnungen im Detail finden Sie im wiwo.de-Landtagswahltool. Klicken Sie dazu auf das jeweilige Bundesland in der untenstehenden Grafik:

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%