Lebensmittelsicherheit: Jeder vierte Betrieb hat Hygiene-Mängel

Lebensmittelsicherheit: Jeder vierte Betrieb hat Hygiene-Mängel

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Die Kontrolleure nahmen in den 16 Bundesländern auch gut 400 000 Proben. Gut 13 Prozent davon waren nicht okay. Am häufigsten fanden die Prüfer Mängeln in der Spezialnahrung, etwa für Sportler oder zum Abnehmen.
In der überwiegenden Mehrheit seien Lebensmittel in Deutschland sicher, resümierte das BVL.

Probleme bei der Hygiene und schlechte Kennzeichnung von Lebensmitteln - 2011 haben Kontrolleure ein Viertel der Nahrungsmittelbetriebe in Deutschland beanstandet. Verbraucherschützer fordern eine Hygiene-Ampel.

Rund ein Viertel der Lebensmittelbetriebe in Deutschland ist bei amtlichen Überprüfungen beanstandet worden, so das Ergebnis des Jahresberichts der Lebensmittelüberwachung 2011, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Donnerstag vorstellte.

Im vergangenen Jahr gab es 933.751 Kontrollbesuche in 548.233 Betrieben. Bei 27 Prozent der Betriebe seien Verstöße festgestellt worden, gab das Ministerium bekannt. Damit liegt die Zahl der Beanstandungen auf dem Niveau der Vorjahre.

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An 53 Prozent der Betriebe hatten die Kontrolleure die allgemeine Hygiene beanstandet. Dazu zählen zum Beispiel verschmutzte Räumlichkeiten. Darauf folgen Mängel im Hygienemanagement wie etwa bei der Unterbringung der Lebensmittel (24 Prozent) sowie Verstöße bei der Kennzeichnung und Aufmachung der Lebensmittel (18 Prozent).

Die Kontrolleure nahmen in den 16 Bundesländern auch gut 400 000 Proben. Gut 13 Prozent davon waren nicht okay. Am häufigsten fanden die Prüfer Mängeln in der Spezialnahrung, etwa für Sportler oder zum Abnehmen.
In der überwiegenden Mehrheit seien Lebensmittel in Deutschland sicher, resümierte das BVL. Aber es gebe auch mögliche Gesundheitsgefahren. „Sprossen und Keime sollten weiterhin verstärkt kontrolliert werden“, sagte BVL-Präsident Helmut Tschiersky-Schöneburg. Im Frühjahr 2011 waren nach einem Ausbruch mit EHEC-Darmkeimen mehrere tausend Menschen erkrankt. Sprossen aus verunreinigtem Bockshornkleesamen waren dafür verantwortlich gewesen.

Gemessen und für gut befunden. Aber nach wie vielen Giften wird nicht gesucht? Quelle: dpa

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch dringt unterdessen auf eine Offenlegung der Kontrollergebnisse der Lebensmittelüberwachung. Die Zahl der beanstandeten Betriebe in Deutschland liege mit rund einem Viertel "Jahr für Jahr im selben, unnötig hohen Bereich", sagte der stellvertretende Foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt am Donnerstag.

Die Hygienemängel würden nicht abgestellt, solange die Kontrollergebnisse nicht öffentlich seien. Die Organisation forderte daher die Einführung eines Smiley-Systems nach dänischem Vorbild oder die Schaffung der seit langem umstrittenen Hygiene-Ampel.

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