LeFloid interviewt Angela Merkel: "Ein erster, großer Schritt"

LeFloid interviewt Angela Merkel: "Ein erster, großer Schritt"

von Marc Etzold

YouTube-Star LeFloid hat Angela Merkel interviewt. Für die Bundeskanzlerin ist YouTube ein bekanntes Spielfeld. Ihre bisherigen Unternehmungen auf der Videoplattform waren ineffektiv und teuer.

Für ihre digitalen Ichs gibt es bei Angela Merkel eine klare Arbeitsteilung. Auf Facebook tritt sie vor allem als CDU-Parteivorsitzende auf. Der Account wird von der Parteizentrale im Konrad-Adenauer-Haus betreut.  Auf dem Profil der Bundesregierung ist sie zudem als Kanzlerin zu sehen. Hierfür ist das Bundespresseamt zuständig. Beim Kurznachrichtendienst Twitter lässt Merkel sich von Regierungssprecher Steffen Seibert vertreten.

Die Videoplattform YouTube ist hingegen Chefsache. Am vergangenen Freitag ließ sich Merkel von Florian Mundt alias LeFloid für seinen gleichnamigen YouTube-Kanal interviewen. Am Montagabend ging das Interview mit knapp 30 Minuten Verspätung online.

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Für Thorsten Faas, Politikwissenschaftler und Wahlkampfexperte von der Universität Mainz, ist das nicht ausschließlich PR in eigener Sache, sondern vielmehr eine „zeit- und zielgruppengemäße Ansprache von Kindern und Jugendlichen“. Gleichwohl seien die 2,6 Millionen Abonnenten, die LeFloid mit seinem YouTube-Kanal hat, für Politik und Politiker sehr wichtig – „nicht zuletzt in Zeiten, in denen wir über Wählen mit 16 diskutieren“, sagt Faas. Allein in den ersten elf Stunden erreichte das Video über 851.000 Zuschauer - und das mag nicht nur an der Prominenz von Angela Merkel liegen.

Vor- und Nachteile des Cloud Computing

  • Kosten

    Wenn ein Unternehmen seine Kundendatenbank nicht im eigenen Rechenzentrum pflegt, sondern einen Online-Dienst wie Salesforce.com nutzt, spart es sich Investitionen in die Infrastruktur. Die Abrechnung erfolgt außerdem zumeist gestaffelt, zum Beispiel nach Nutzerzahl oder Speicherverbrauch. Geschäftskunden erhoffen sich dadurch deutliche Kosteneinsparungen.

  • Skalierbarkeit

    Wer Speicherplatz im Netz mietet, kann flexibel auf die Nachfrage reagieren und den Bedarf unkompliziert und schnell erhöhen oder versenken. Wenn beispielsweise ein Startup rasant wächst, fährt es einfach die Kapazitäten hoch. Somit fallen auch niedrige Fixkosten an.

  • Einfachheit

    Die Installation auf den eigenen Rechnern entfällt. Damit lässt sich ein neues System äußerst schnell einführen. Auch die Updates bereiten keine Probleme mehr, somit sinkt der Administrationsaufwand. Allerdings lassen sich die Cloud-Dienste in der Regel auch nicht so individuell konfigurieren.

  • Ortsunabhängigkeit

    Zur Nutzung der Cloud-Dienste benötigen Mitarbeiter lediglich einen Internetanschluss – unabhängig von ihrem Aufenthaltsort und dem Gerät, das sie nutzen.

  • Sicherheit

    Die Daten-Dienstleister werben damit, dass sie sich intensiver mit der IT-Sicherheit beschäftigen als einzelne Nutzer oder Unternehmen. Allerdings sind die Rechenzentren der Cloud-Anbieter aufgrund der großen Datenmenge auch ein attraktives Ziel für Angriffe von Hackern. Zudem ist von außen schwer nachzuvollziehen, ob der Anbieter die Daten ausreichend vor den eigenen Mitarbeitern schützt. Die Auslagerung bedeutet somit einen Kontrollverlust.

  • Abhängigkeit

    Viele Unternehmen sind von ihrem Dienstleister abhängig, weil sie nicht ohne weiteres zu einem anderen Anbieter wechseln können. Das liegt etwa daran, dass sie ihre Systeme aufwendig an die Schnittstellen anpassen müssen. Auch Nutzer haben oft Schwierigkeit, wenn sie mit ihren Daten den Anbieter wechseln wollen. Eine weitere Frage: Was ist, wenn der Betreiber eines Dienstes pleite geht? Erst wenn es Standards gibt, die den Wechsel von einem zum anderen Dienstleister ermöglichen, sinkt die Abhängigkeit.

Zum Vergleich: Die Bundesregierung hat auf YouTube gerade mal 13.000 Abonnenten. Seit 2006 spricht Merkel einmal pro Woche in ihrem Podcast „Die Kanzlerin direkt“ über ein Thema ihrer Wahl. Einige hundert, manchmal einige tausend Klicks sind hier normal. Rein nach Zuschauerzahlen sind die Videos also ein Flop – ein teurer dazu: 2.000 Euro kostet eine Folge, 386 wurden seit dem Jahr 2006 produziert.

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Macht 772.000 Euro in neun Jahren. Anfang dieses Jahres kam zudem das Format „Die Woche der Kanzlerin“ hinzu wofür bislang 46.700 Euro anfielen. Aus Sicht von Thorsten Faas ist entscheidend, dass Politik dort hingeht, wo sich politisch interessierte junge Leute aufhalten. Vor dem Hintergrund sei das Interview "ein erster, großer Schritt".

 

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