Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
20 Kommentare...Arbeitskraft als Handelsware, man kaufe sie billig irgenwo auf der Welt ein und mache damit einen schönen Gewinn. Das ist der Weg des geringsten Widerstandes ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen. EU-binnenmarkt-Hurra, zum erbrechen ist diese Heuchelei der angeblichen Lokalpatrioten.
ich kann mir nicht vorstellen, das irgend ein Azubi aus Polen nach Deutschland kommt und hier arbeiten will. Die lange Tradition des Herabschauens auf den östlichen Nachbarn, unterstützt durch die wiederholten antipolnischen Angriffe der deutschen Medien (die übrigens auch die meisten relevanten Medien in Polen bereits gekauft haben) bleibt auch nicht ohne Wirkung.
Wir reden doch seit Jahren über Überschuss an Azubis und schütten haufenweise Steuergelder in diverse Azubioffensiven. Alles sinnlos? Wollen etwa westdeutsche Azubis nicht nach Ostdeutschland? Wie um alles in der Welt kommt irgend ein Hirnloser auf die idee, Polen oder Tschechen sähen das anders? Arroganz kommt vor dem Fall, meine Herren.
Was sagen eigentlich die betroffenen Länder dazu? Tschechien hat selbst mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Die Geschichte sollte uns lehren, das wir nicht einfach Menschen als Arbeitskräfte ins Land holen können und diese wenn Sie verbraucht sind den Sozialämtern und Zeitarbeitsfirmen vor die Türe zu kippen. Und das in einer Zeit wo eine integrationsfähigkeit der deutschen bevölkerung kaum vorhanden ist. Die deutsche Wirtschaft/Politik sollte endlich die Probleme aus eigener Kraft lösen, und nicht sich auf Kosten anderer Länder bereichern.
ich verstehe nicht warum gerade ausländische Jugendliche,welche hier nie gelebt hatten die Kriterien (Sprache usw.) besser erfüllen als hier Aufgewachsene ? Offensichtlich geht es nicht um Kompetenz sondern um billigste Arbeitskräfte um den Profit zu steigern. Die hohen Energiekosten drücken die Gewinne, da wird der "Verlust" auf den Rücken der einfachen Leute wieder gutgemacht.
viele deutsche Schulabgänger schaffen es nicht ihren Namen zu buchstabieren, halten Merkel für einen Nagellack und können 2+2 nicht fehlerfrei berechnen. Das hat nichts mit dem bildzeitungsgerede vom Gewinne vergrößern zu tun sondern einfach mit dem Kampf ums Überleben. Hier dürfen wieder Leute kommentieren, die von nichts eine Ahnung aber was dazu zu sagen haben.
@von Gordon
-Ztitat:
Arroganz kommt vor dem Fall, meine Herren.
------------
Richtig, dieses Sprichwort gilt heute genauso wie früher.
Erst schickt man Tausende in das "Nichts", auf das Sozialamt oder sonst wo hin, dann plötzlich merkt man-- oh Gott, uns fehlen ja Facharbeiter. Wer zuspät denkt, den bestraft der Markt.
Aber schlimmer ist ja noch, man weiß als bürger nicht mehr was man glauben soll. Was ist wahr, was ist Sensation, was ist dummes Gerede, was ist Taktik?.
Was tut sich wirklich am Markt.?
Wenn die eigenen jungen Leute nicht mehr zu gebrauchen sind- Mangel an Qualifikation, dann ist das ein Trauerspiel. Dann haben wir es weit gebracht mit unserer bildung und Erziehung.
Wenn sie die Sprache nicht mehr beherrschen, dann frage ich mich: Was und wie wurde denn in der Schule gelernt? Hat man die Augen verschlossen, vor dem seit Jahren bekannten Desaster der Schulabgänger ohne Abschluss?
Hat man denn die jahrelangen Hinweise zur Kenntnis genommen? Nein, man hörte arrogant darüber hinweg.
Wie lange fordern wir schon ein Vorschuljahr für Kinder, in dem gezielt die Sprache gefördert wird, eine Einschulung erst, wenn das Minimum an Sprachkompetenz erreicht ist ? Alle Vorschläge gingen unter in Debatten, Palaver, Gerede, das wars dann.
Das einzige , wo wir noch Weltmeister sind, ist das "reden" , zu tode diskutieren, veschieben und überall nochmal bedenken und nochmal bedenken. Am Ende bleibt: Ausser Spesen nichts gewesen.
Wenn mal 1/3 der Schüler keinen Abschluss mehr zustande bringt, dann sollten alle Alarmglocken läuten, dann stimmt weder die Erziehung, noch die bildung, noch die Methoden, dann stimmt nichts mehr.
"Hochmut kommt vor dem Fall" ! Das sollten wir wieder bedenken, bevor wir als Gesellschaft in wesentlichen bereichen noch weiter verelenden. Der Einstieg ist schon gemacht, es geht schneller weiter als wir denken.
in den letzten 19 Jahren Erfahrung, welche wir nach dem Fall des eisernen Vorhangs sammeln durften hat schon der letzte Depp begriffen was die Unternehmen umtreibt.
@Melanie: das war ein schönes beispiel einer der vielen Reden, nicht!? Was ist denn jetzt der konkrete Vorschlag? Soll man lieber jemanden einstellen, dem man die ganze Schulbildung, Erziehung und was sonst noch fehlt nachträglich bei bringen muss oder lieber ganz auf Ausbildung verzichten und über die ach so bösen Politiker und noch böseren Unternehmen schimpfen, die Gewinne machen weil sie eben Facharbeiter (oder Lehrlinge) einstellen, die nicht nur das Fordern gelernt haben? Die ausländischen Lehrlinge und Gesellen mit denen ich zu tun habe bekommen auch beinahe alle mehr als ihre deutschen Kollegen, weil sie gern und gut arbeiten und die Sachen in die Hand nehmen statt darüber zu heulen und zu lamentieren wie ungerecht die Welt doch ist!
Es erstaunt mich das derartige unqualifizierte zum Teil unpassende beiträge nicht entfernt werden. Anstatt sich zu freuen, das es uns Unternehmern gutgeht muss man sich ohrfeigen lassen. Sind denn nicht schon genug Arbeitsplätze verlagert worden? Anstatt zu begreifen, das wir in einer globalisierten Welt leben werden immer noch diese komunistischen Thesen vertreten. Wer sorgt denn für den so notwendigen Absatz der arbeitsintensiven Güter und Dienstleistungen? Es sind die Leistungsträger. Nehmlich in erster Linie die Unternehmer. Deshalb sollten zufriedene Unternehmen für Alle bürger oberste Priorität haben. Qualifizierte Facharbeiter würden ja auch Steuern und Abgaben bezahlen welche dringend benötigt werden.
@Meister
Also hier steht,das vor allem Fachkräfte aus den Grenznahen Regionen nach Ostdeutschland geholt werden sollen. Dort gibt es wenn überhaupt nur sehr wenig Ausländer. ich verstehe nicht warum die schlechten Deutschkenntisse erwähnt werden. Deutsche Facharbeiter werden im europäische Vergleich mangelhaft fortgebildet. in der baubranche ist z.b. nur 1 Tag pro Jahr für Fortbildung vorgesehen. Und die Unternehmen fahren gut damit. im Pisa Vergleich schneiden polnische bzw. tschechische Schüler grossteils schlechter ab als Deutsche. Zudem kommen fehlende Sprachfähigkeiten. Oder sprechen Sie mit ihren Mitarbeitern Polnisch/Tschechisch usw.?
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Schleyer: "Wir brauchen Azubis aus Polen und Tschechien"
zum Artikel