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Liberalismus: Die Feinde der Freiheit

von Thorsten Firlus-Emmrich, Henning Krumrey, Cornelia Schmergal, Christopher Schwarz und Max Haerder

Die Freiheit des Einzelnen ist sein Ziel. Doch viele Menschen fühlen sich wohler in den Armen des Staats, andere wollen die Unabhängigen gern bevormunden – der Liberalismus hat viele Gegner.

Die Abgreifer

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Die Abgreifer Quelle: Thomas Fuchs
Die Abgreifer Quelle: Thomas Fuchs

Wer Geld ohne Gegenleistung kassiert, wird bequem. Und gewöhnt sich so sehr an die Bequemlichkeit, bis es mit der Beweglichkeit nicht mehr weit her ist. Das ist zwar das Gegenteil dessen, was eine alerte Marktwirtschaft wollen muss, aber es ist nicht selten das, was unsere soziale Marktwirtschaft produziert hat – Subventionsbezieher.

Weltmarktführer und Industrie-Champions feiern im Rampenlicht Erfolge, um backstage um Staats-Stütze zu betteln.

Anstrengungen werden vermieden

Egal, ob in Berlin oder Brüssel: Stramm organisierte Spesenritter flanieren auf parlamentarischen Abenden, um der Politik eine Happy Pill namens Beihilfe, Zuschuss, Bürgschaft oder Förderbonus abzuschwatzen. Die stolzen deutschen Autokonzerne waren sich für eine milliardenschwere Abwrackprämie nicht zu schade, es gibt Geld für die Pflege von Streuobstwiesen, und die Filmindustrie wählt Schauplätze anhand von spendablen Förderfonds.

Niemand wagt auch nur noch zu fragen, ob das Geld – vergangenes Jahr laut Institut für Weltwirtschaft 163 Milliarden Euro – sinnvoll, gar produktiv angelegt ist. Es wäre zu anstrengend, sich gegen den Lobbyistengesang Gehör zu verschaffen.

Die Traditionsreichsten: Bauernverband

Die Neuesten: Solarindustrie; Gaskraftwerketreiber

Der Erfolgreichste:Matthias Wissmann

43 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.09.2011, 23:39 UhrHeartworker 08

    Diese beschwörung so genannten "Liberalismus" ist alles das, was sie Anderen andichtet: romantisierend, idealisierend, emotionalisierend, moralisierend.
    Die "Freiheit" des Menschen besteht darin, zwischen Alternativen auszuwählen - doch wenn sich die Menschen dann nicht für das aus dieser Sicht "Richtige", nicht für eine hier deutlich werdende obskure, inhaltsleere "Freiheit" entscheiden, wird der hier beschriebene "Liberalismus" so höhnisch, arrogant und totalitär wie alle anderen Totalitarismen.
    Die Menschen sollen "Verantwortung" übernehmen - doch wenn sie es dann tun, und versuchen, sich planvoll, vorausschauend, umsichtig einzurichten, mäkelt dieser totalitäre Zwangs-"Liberalismus" wieder moralisierend und besserwisserisch herum.
    Hohle, völlig inhaltslose, selbstgerechte Phrasendrescherei.

  • 02.08.2011, 09:15 Uhrroter kaufmann

    die meisten beiträge zu diesem artikel belegen, dass der liberalismus in deutschland tatsächlich auf den hund gekommen ist...

  • 02.08.2011, 00:38 UhrMV

    @Mike

    Zitat: "Das trifft auf viele Erben reicher Eltern zu oder auf die, die andere für sich arbeiten lassen. Diese Leute werden von lohnabhängig beschäftigten finanziert oder von den Zinsen des Vermögens. Nicht weit weg von Subvention. Wer Geld ohne Gegenleistung kassiert, wird bequem."


    Doch, meilenweit.

    ihr beispiel ist damit vergleichbar, dass jemand mehrere bagger seinem Sohn vererbte und dieser davon lebt, diese zu vermieten. Die baggermieter müssen zwar Miete zahlen, verdienen jedoch das Vielfache dessen, was sie nur mit Schaufel erwirtschaften könnten.

    Subvention bedeutet hingegen, dass jemand Gummibärchen mit Lebertrangeschmack herstellt und der Nachbar den kostendeckend praktisch unverkäuflichen Mist gegen seinen Willen mitfinanzieren muss (z.b. das deutsche Regietheater bzw. "moderne" Opernaufführungen).

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