Linke Liebschaften: Lafontaine + Wagenknecht = „enge Freunde“

Linke Liebschaften: Lafontaine + Wagenknecht = „enge Freunde“

, aktualisiert 13. November 2011, 15:14 Uhr
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Pflegen auch unabhängig von Parteitagen enge Beziehungen.

Quelle:Handelsblatt Online

Über eine Beziehung zwischen Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht wurde lange spekuliert. Nun hat der getrennt lebende Ex-Linken-Chef auf einem Parteitag zugegeben, dass Wagenknecht und er liiert sind.

Saarbrücken/BerlinDer frühere Linke-Chef Oskar Lafontaine und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht sind ein Paar. Das gab Lafontaine am Samstag überraschend auf einem Landesparteitag in Saarbrücken bekannt. „Ich lebe seit einiger Zeit getrennt und bin seit einiger Zeit mit Sahra eng befreundet“, sagte der 68-Jährige am Ende einer rund einstündigen Rede. Mehr wollten beide dazu nicht sagen. In ihrem Umfeld wurde aber bestätigt, dass sie eine Beziehung führen.

Lafontaine ist noch in dritter Ehe mit der Politikerin Christa Müller verheiratet und hat zwei Kinder. Die 42-jährige Wagenknecht heiratete Ende der 90er Jahre den Filmproduzenten Ralph Niemeyer, der in Irland lebt. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Spekulationen über ein privates Verhältnis zwischen Lafontaine und Wagenknecht gegeben. Auch politisch gelten die beiden als Team. Dem saarländischen Fraktionschef wird nachgesagt, am Aufstieg der früheren Wortführerin der Kommunistischen Plattform hinter den Kulissen tatkräftig mitgewirkt zu haben.

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Wagenknecht war 2010 zur stellvertretenden Parteivorsitzenden und erst am vergangenen Dienstag zur Vizefraktionschefin im Bundestag gewählt worden. Ihren Aufstieg bis an die Spitze verhinderte Gregor Gysi, der die Fraktion nun zunächst alleine weiterführt. Eine Doppelspitze mit Wagenknecht hatte er mit der Begründung abgelehnt, ein Führungsduo funktioniere nur mit zwei Zentristen oder zwei Flügelvertretern. Er selbst sieht sich als Mann der Mitte, Wagenknecht gilt vielen in der Partei immer noch als Linksaußen, obwohl sie sich selbst nicht mehr so sieht.

Sowohl Lafontaine als auch Wagenknecht werden weitergehende politische Ambitionen nachgesagt. Viele in der Partei hoffen darauf, dass der saarländische Fraktionschef in die Bundespolitik zurückkehrt und die Linke 2013 als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl führt. Wagenknecht wird für den Parteivorsitz gehandelt. Sie selbst hat sich bisher ablehnend zu einer Kandidatur geäußert, sie aber auch nicht ganz ausgeschlossen. Die neue Doppelspitze wird im Juni 2012 gewählt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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