Linkspartei: Wagenknecht und Bartsch sollen führen

Linkspartei: Wagenknecht und Bartsch sollen führen

, aktualisiert 15. Juni 2015, 14:13 Uhr
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Die Delegierten der Linken, Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht beim Parteitag in Bielefeld.

Die Vorsitzenden der Linkspartei haben die Nachfolger des scheidenden Bundestagsfraktionschefs Gregor Gysi gewählt - und der Partei damit eine langwierige Personaldebatte erspart.

Die Linksfraktion im Bundestag soll ab Oktober von der Parteilinken Sahra Wagenknecht und dem gemäßigten Reformer Dietmar Bartsch geführt werden. Die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger nominierten die beiden am Montag als Nachfolger von Gregor Gysi, der seinen Chefposten nach zehn Jahren abgibt. Im geschäftsführenden Parteivorstand gab es keine Gegenstimme, aber zwei Enthaltungen.

„Damit haben wir es geschafft, einen reibungslosen Übergang für eine neue Fraktionsführung zu schaffen“, sagte Riexinger. Die Wahl in der Fraktion soll am 13. Oktober stattfinden. Gysi hatte vor einer Woche auf einem Parteitag in Bielefeld seinen Rückzug erklärt.

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Linke Fraktionschef Gysi verzichtet auf erneute Kandidatur

Der langjährige Vorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, verzichtet auf eine neue Kandidatur im Oktober. Der 67-Jährige sagte, es sei Zeit, den Vorsitz in jüngere Hände zu übergeben.

Gregor Gysi Quelle: dpa

Wagenknecht und Bartsch waren von Gysi seit der letzten Bundestagswahl vor knapp zwei Jahren als Nachfolger aufgebaut worden. Wagenknecht sagte, sie wolle an die Arbeit Gysis anknüpfen. „Jeder hat seinen Stil. Unsere Inhalte unterscheiden sich aber nicht von Gysis“, sagte sie der „Bild“-Zeitung.

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Die 45-Jährige war einst Wortführerin der „Kommunistischen Plattform“, einer radikalen innerparteilichen Gruppierung. Die Ehefrau des früheren Parteichefs Oskar Lafontaine gilt als brillante Rednerin und prominenteste Abgeordnete der Linken nach Gysi.

Der 57-jährige Bartsch ist einer der erfahrensten Strategen der Partei. Von 1991 bis 1997 war er Schatzmeister der PDS, anschließend Bundesgeschäftsführer. Derzeit ist er stellvertretender Fraktionschef wie Wagenknecht.

Parteichefin Kipping setzt darauf, dass die beiden die unterschiedlichen Flügel in der Fraktion zusammenführen. Eine Fraktion, die nur „als Konföderation von einzelnen Strömungen“ auftrete, bleibe weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, sagte sie.

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