Lohnverhandlungen: Verdi-Chef droht Arbeitgebern mit „harten Maßnahmen“

Lohnverhandlungen: Verdi-Chef droht Arbeitgebern mit „harten Maßnahmen“

, aktualisiert 27. November 2011, 18:29 Uhr
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Der Vorsitzende der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (verdi), Frank Bsirske.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erwartet bei der anstehenden Tarifrunde deutliche Lohnerhöhungen. Notfalls wolle die Gewerkschaft ihre Forderungen „mit harten Maßnahmen“ durchsetzen

BerlinVerdi-Chef Frank Bsirske will 2012 nach Jahren der Zurückhaltung wieder kräftige Lohnerhöhungen aushandeln und sie notfalls „mit harten Maßnahmen“ durchsetzen. „Nach zwei Jahren des Aufschwungs haben die Beschäftigten Anspruch auf eine ordentliche Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter“, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft der Zeitung „Die Welt“ laut Vorabbericht. Dies gelte für Branchen wie Post und Telekommunikation ebenso wie für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen. 

Der Staat dürfe nicht nur Banken retten, sondern müsse vor allem etwas für höhere Einkommen der Beschäftigten und damit für die Ankurbelung der Binnenkonjunktur tun, verlangte Bsirske. Der Zuwachs im öffentlichen Dienst habe um mehr als ein Drittel hinter dem in der Metall- oder Chemieindustrie gelegen, argumentierte Bsirske. Diese Lücke müsse nun ein Stück geschlossen werden. „Und wenn es darauf ankommt, sind wir auch zu harten Maßnahmen zur Durchsetzung unserer Forderungen bereit.“ 

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Auch die IG Metall will sich bei den kommenden Tarifverhandlungen nicht in Zurückhaltung üben. „Die Beschäftigten sehen, es brummt in der Mehrzahl der Unternehmen“, sagte der baden-württembergische Bezirksleiter Jörg Hofmann der Zeitung. Das würden die Bilanzen der Unternehmen im Frühjahr belegen. Die Beschäftigten erwarteten einen „angemessenen Anteil am Erfolg in Form dauerhafter Entgelterhöhungen“, sagte Hofmann, dessen Bezirk in der Vergangenheit häufig Pilotbezirk bei den Tarifverhandlungen war. 

Anfang kommenden Jahres stehen die Tarifrunden für die rund 3,2 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie und für die 1,2 Millionen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an. Für die 60.000 Angestellten bei der Deutschen Telekom will Verdi Mitte Dezember die Tarifforderung vorlegen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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