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Management: Margret Suckale: Frauen lassen sich zu schnell abschrecken

Frauen lassen sich nach Einschätzung von Margret Suckale, Vorstand bei der Deutschen Bahn, immer noch zu schnell davon abhalten, Führungsposten in Unternehmen zu übernehmen.

Margret Suckale, Vorstand der Quelle: dpa
Margret Suckale, Vorstand der Deutschen Bahn Quelle: dpa
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„Vielleicht lassen sich viele Frauen zu schnell abschrecken. Ihnen genügt es häufig, wenn sie eine mittlere Führungsposition erreicht haben und es schaffen, dies mit ihrer Familie zu vereinbaren“, sagte Suckale, Vorstand für Personal und Dienstleistungen der DB Mobility Logistics, der WirtschaftsWoche. Es sei in Deutschland immer noch sehr schwer, Familie und Beruf zu vereinbaren. „Managerinnen mit Kindern werden schnell als Rabenmütter abgestempelt – auch wenn sie in Wahrheit alles andere sind als das“, sagte Suckale.

Frauen in Führungspositionen hätten in Deutschland oft mit Schwierigkeiten zu kämpfen. „Frauen im Management müssen sich häufig mit einem Stereotyp vergleichen lassen – und häufig wirft man ihnen vor, sich nicht durchsetzen zu können. Dabei können sie dies wohl, nur eben mit anderen Mitteln“, sagte Suckale.

Dabei appellierte die Managerin auch an das Top-Management, sich stärker für Frauen in Führungspositionen einzusetzen. „Vor allem die Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden müssten für diese Sache noch mehr gewonnen werden“, sagte Suckale. Es gebe inzwischen allerdings „erfreulicherweise“ einige Führungskräfte in deutschen Unternehmen, die sich „engagiert dafür einsetzen, mehr Spitzenpositionen mit Frauen zu besetzen“, so Suckale. „Nur wenn das Top-Management insgesamt tatsächlich dafür sorgt, dass Frauen die gleichen Chancen wie Männer haben, versteht auch das ganze Unternehmen, dass dies ein wichtiges Thema ist. Leistungsstarke Frauen gäbe es genug.“

Allerdings lehnt Suckale die Einführung einer Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte, wie sie seit diesem Jahr in Norwegen gilt, ab. „In Deutschland wäre eine gesetzliche Quote nicht umsetzbar. Aber wir sollten zum Beispiel in der Corporate-Governance-Kommission über mehr Diversität in den Aufsichtsräten und Vorständen reden – allerdings auf freiwilliger Basis.“

Suckale war bis Juni Personalvorstand der Deutschen Bahn AG und wechselte dann zur Bahn-Tochter DB Mobility Logistics AG, die bei einem Börsengang privatisiert werden soll.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 04.08.2008, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: Steffi Bogner

    Die Frauen machen ihren Weg schon, da brauchen wir keine Quoten und keine Frau Suckale! Was will die denn mit ihrem Posten und ihrem Gehalt der normalen Frau sagen? das-bewegt-die-welt.de
    sieht das genau richtig und die Artikle dort sollte sich auch Frau Suckale mal ansehen!

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