Mario Draghi: Ein harter Hund für die EZB

24. Juni 2011
Mario Draghi, Quelle: REUTERSBild vergrößern
Mario Draghi, Nachfolgekandidat von EZB-Präsident Trichet Quelle: REUTERS
von Elke Pickartz

Der italienische Notenbankchef Mario Draghi wird Präsident der Europäischen Zentralbank. Das beschloss der EU-Gipfel. Dabei waren insbesondere die Deutschen lange skeptisch.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben den italienischen Notenbankchef Mario Draghi zum neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank bestimmt. Draghi löst den Franzosen Jean-Claude Trichet zum 1. November an der Spitze der Zentralbank ab. Deutschland hatte lange Zeit im Rennen um die Nachfolge Trichets die Nase vorn, verlor mit dem Rückzug Axel Webers vom Amt des Bundesbankpräsidenten im April aber seinen Kandidaten. Der 63-jährige Römer Draghi ist Präsident der Banca d'Italia und gilt als ausgewiesener Fachmann für Geld- und Währungspolitik.

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Ohne Gegenwind

Draghi selbst blieb in der heißen Phase der Kandidatensuche seinem Image treu. Nüchtern und kontrolliert perlten alle Nachfragen zu seiner Zukunft an ihm ab. Gleichzeitig suchte er die Nähe zu Deutschland. Er sagte ungefragt so erstaunliche Sätze wie: „In einer Währungsunion ist es nicht akzeptabel, dass einzelne Staaten die anderen ausnützen.“ Oder: „Wir müssen alle dem Beispiel Deutschlands folgen.“ Draghi lobte die deutsche Wettbewerbskraft und nannte die Schuldenbremse ein Vorbild für den Rest Europas. „Das war sein Bewerbungsbrief an Frau Merkel“, sagt ein Beobachter. Mit Erfolg. Die Bundesregierung gab ihre Bedenken auf, für Draghi war der Weg frei.

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Kommentare | 20Alle Kommentare
  • 22.04.2011, 13:44 Uhr

    Der Schwabenstreich entfällt bis auf weiteres. Erst muss MP Kretsch der Kopf gewaschen werden. So geht es nicht weiter. WiR sind das Volk und iCH bin sein Stellvertreter. Keiner sonst!!! So wird´s gemacht und nicht anders!

  • 22.04.2011, 13:55 Uhr

    Achtung, Achtung! Hier spricht die Polizei.

    italienische bankenmafia stürmt EZb!!!

    Ein italiener mit Goldman Sachs-Vergangenheit ist sicherlich nicht gut für den Euro.

  • 22.04.2011, 15:52 Uhr

    Mich braucht man nicht mehr zu überzeugen. ich bin schon überzeugt - nämlich dahin gehend, dass der Euro und die EU ihren Niedergang in der näheren Zukunft erleben werden.

    Raus aus dieser antidemokratischen bürokratievereinigung und raus aus dieser Kunstwährung. Der Euro spaltet Europa und wird im schlimmsten Fall zum Krieg führen!

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