Bernauer Straße 63/64, Flohmarkt im Mauerpark: „Das ist mein größtes Ding“

Bernauer Straße 63/64, Flohmarkt im Mauerpark: „Das ist mein größtes Ding“

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Rainer Perske betreibt den Flohmarkt im Mauerpark - ein neues Touristen-Must.

Dieser Flohmarkt ist ein Touristen-Must, eine Attraktion wie Museumsinsel oder Brandenburger Tor. Die Regie führt ein handfester Berliner.

Großstadt-Achsen. Das erste, was Rainer Perske einführte, waren die Großstadt-Achsen. Das ist sein spezieller Trick, gelernt in vielen Jahren Flohmarktbusiness. Als er das erste Mal einen beruflichen Blick auf dem Mauerpark warf, fiel im die Enge auf, die vielen Menschen, die sich Schulter an Schulter durch die Gänge schoben. Er war gestresst, genervt, hier würde er nichts kaufen. Schon gar nicht entspannt.

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Bis zu 40.000 Menschen kommen sonntags in den Mauerpark. Das Areal gehört mittlerweile zu den Touristen-Musts, fast so wie Brandenburger Tor, Alex oder die Museumsinsel. Und nach zehntausenden Menschen fühlte es sich für Perske auch an. Da musste Ordnung her. Deshalb die Achsen. Jetzt, wo er seit Oktober der neue Betreiber von Berlins größtem und bekanntestem Flohmarkt ist, räumt er auf. Breitere und längere, gerade Wege führen dazu, dass die Besucher sich nicht mehr so beengt fühlen, selbst wenn es voll ist. Das Prinzip Manhattan: man kann immer den Horizont sehen. „Jetzt kann man hier wieder Luft holen.“ Perske grinst. Clever, oder?

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In wenigen Tagen schrieb er ein Konzept für die Ausschreibung. Man muss hier alles im Blick haben: nicht nur die Mischung der gewerblichen und privaten Händler, sondern auch die Müllentsorgung, gutes Sicherheitspersonal, ausreichend Toiletten. Flohmarkt hat hier die Ausmaße eines Groß-Events angenommen. Offenbar überzeugte er mit seinen Ideen.

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Eigentlich ist Perske Bank-Kaufmann, aber nach der „Lehre kam irgendwann die Leere“, sagt er.  Mit Ende zwanzig fängt er noch an zu studieren,  geht als Praktikant an den Bodensee und verkauft dort die Produkte von Demeter-Betrieben. Seine Marktgeschichte beginnt. Zurück in Berlin gründet er um die Jahrtausendwende eine Firma, um Bio-Produkte aus Brandenburg zu verkaufen. Heute hat Perskes Firma ein Dutzend Mitarbeiter und organisiert Veranstaltungen an dreizehn Standorten in der Hauptstadt.

Nun also der Mauerpark. „Das“, sagt er, „ist mein größtes Ding.“ Er sieht dabei nicht so aus, als ob er eingeschüchtert wäre.

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