Mehr Briefwähler: Bayerns Kommunalwahlen beginnen schleppend

Mehr Briefwähler: Bayerns Kommunalwahlen beginnen schleppend

Bild vergrößern

Kommunalwahlen in Bayern haben begonnen.

„In der Wahlkabine menschelt's“, lautet ein Lehrsatz von CSU-Chef Seehofer. Vor der Kommunalwahl in Bayern am Sonntag geben sich die wahlkämpfenden Parteien unisono optimistisch.

Die Beteiligung an den Kommunalwahlen in Bayern ist am Sonntagmorgen eher schleppend angelaufen. Nach Öffnung der Wahllokale um 8.00 Uhr erschienen vielerorts deutlich weniger Wähler als 2008. Mehrere Städte meldeten allerdings ein Rekordinteresse an der Briefwahl. „Wir haben eine Verschiebung vom Wahllokal in die Briefwahl“, sagte etwa Klaus Gasteiger aus dem Wahlamt München. In der Landeshauptstadt hatten bis 10.00 Uhr nur etwa drei Prozent der Wahlberechtigten in einem Wahllokal abgestimmt. 2008 waren es um diese Zeit noch 3,9 Prozent. Auch in Passau und Augsburg lag die Beteiligung niedriger.

Neu gewählt werden in den gut 2000 bayerischen Kommunen Gemeinderäte und Kreistage, zudem 19 der 25 Oberbürgermeister in den kreisfreien Städten und 58 der 71 Landräte. Insgesamt vergeben die über neun Millionen Wahlberechtigten fast 40.000 Mandate. Wahlberechtigt sind neben deutschen Bürgern auch die Staatsangehörigen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten.


Das bundesweite Interesse konzentriert sich auf die Landeshauptstadt München: Dort hört SPD-Oberbürgermeister Christian Ude nach zwei Jahrzehnten auf - die CSU macht sich erstmals seit den 90er Jahren Hoffnungen, die Macht im Münchner Rathaus übernehmen zu können. Da der für die Münchner CSU unbesiegbare Oberbürgermeister Christian Ude aufhört und an dessen Stelle der wenig charismatische Wirtschaftsreferent Dieter Reiter für die SPD kandidiert, rechnet sich die CSU mit ihrem Gegenkandidaten Josef Schmid Chancen aus. „Ein bisschen Kopf an Kopf“, formuliert SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen. Wahrscheinlichstes Ergebnis des Wahlsonntags: eine Stichwahl.

Anzeige

Weitere Artikel

Dem CSU-Kandidaten Schmid hat allerdings der auf seine strategische Weitsicht sehr stolze CSU-Chef Seehofer Steine in den Weg gelegt: Seehofer kündigte vier Wochen vor der Wahl eine Kürzung der München-Zuschüsse an. Auch die CSU-Kampagne gegen angebliche Armutszuwanderung war aus Sicht der Münchner Großstadt-CSU nicht clever. Auf der anderen Seite zeigt das rot-grüne Bündnis in München deutliche Ermüdungserscheinungen. Für die SPD wäre der Verlust Münchens auch aus bundespolitischer Sicht eine Katastrophe - ein sicheres Anzeichen, dass ihr jahrzehntelanger Niedergang in Bayern sich fortsetzt.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%