Meinungsumfrage: CSU könnte bundesweit 15 Prozent holen

Meinungsumfrage: CSU könnte bundesweit 15 Prozent holen

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CSU-Chef Horst Seehofer droht der Bundeskanzlerin mit "Notwehrmaßnahmen", sollte die Bundesregierung den Flüchtlingszustrom nicht begrenzen.

CSU-Chef Horst Seehofer fordert eine Obergrenze für Flüchtlinge. Eine Umfrage zeigt, dass er mit dieser Politik deutschlandweit Erfolg haben könnte. Dafür müsste die CSU allerdings auch außerhalb von Bayern antreten.

Die CSU könnte ihr Stimmenpotential bei Bundestagswahlen verdoppeln, wenn sie deutschlandweit antreten würde. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus. Stünden CDU und CSU in der ganzen Republik getrennt zur Wahl, käme die bayerische Unionsschwester aktuell auf 14,5 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt sie, beschränkt auf den Freistaat, nur 7,4 Prozent. Die CDU würde nach der Erhebung bundesweit jetzt nur noch 27,5 Prozent erzielen, statt 34,1 Prozent wie im Jahr 2013. Vor allem im Westen würde die CSU demnach mit 15,5 Prozent überdurchschnittlich zulegen, im Osten kommt sie nur auf 10 Prozent. Träte die CSU in ganz Deutschland an, wäre sie mit fast 100 Abgeordneten im Parlament vertreten, bisher stellt sie 56 Abgeordnete.


"Wenn CDU und CSU bundesweit getrennt antreten, erreichen sie mehr Wähler als wenn die CSU auf Bayern beschränkt bleibt", analysierte der INSA-Chef Hermann Binkert. Addiert erhielten die Unionsschwestern immerhin 42 Prozent. Als Gemeinschaft von CDU/CSU kommen beide Parteien zusammen laut der Focus-Umfrage nur noch auf 35 Prozent.

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In Nordrhein-Westfalen erreicht die CDU bei einer Bundestagswahl alleine gegenwärtig nur 31,5 Prozent. CDU und CSU zusammen kämen auf 39,5 Prozent, wobei die CDU mit 29, die CSU mit 10,5 Prozent der Stimmen rechnen könnte. In Baden-Württemberg würde das Parteiensplitting das Unionspotential bei einer Bundestagswahl auf 44,5 Prozent der Stimmen vergrößern. Die CDU käme alleine nur auf 35 Prozent.
Selbst in der CSU-Heimat Bayern würde eine gesplittete Union bei der Bundestagswahl zulegen. Die CSU stünde laut INSA-Umfrage aktuell nur noch bei 38 Prozent, getrennt addierten sich die Stimmen von CDU (16 Prozent) und CSU (30,5 Prozent) auf 46,5 Prozent.

Für die Umfrage wurden vom 23.10.2015 bis zum 26.10.2015 insgesamt 2196 Personen befragt. Die Fragestellung lautete: "Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre: Wie würden Sie sich entscheiden, wenn die CSU auch außerhalb Bayerns und die CDU in Bayern wählbar wäre?"

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