Messerattacke in Hamburg: „Wir bitten Deutschland um Verzeihung“

Messerattacke in Hamburg: „Wir bitten Deutschland um Verzeihung“

, aktualisiert 02. August 2017, 15:00 Uhr
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Vor dem Hamburger Supermarkt, in dem die Attacke stattfand, legen Menschen Blumen nieder.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach der Messerattacke in Hamburg meldet sich die Familie des Täters und bittet um Verzeihung. Es habe keine Anzeichen auf die Tat gegeben, schreibt ein Onkel.

HamburgDie Familie des mutmaßlichen Messerangreifers von Hamburg-Barmbek hat sich entschuldigt. „Wir bitten Deutschland und die Opfer um Verzeihung. Was auch mit Ahmad geschehen ist, es entschuldigt die Tat nicht“, zitiert die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ einen in Norwegen lebenden Onkel. „Vielleicht hat die Ablehnung seines Asylantrages ihn aus der Bahn geworfen? Davor war er eigentlich zufrieden.“ Das Blatt (Donnerstag-Ausgabe) berichtet über weitere Angaben des Onkels, wonach der mutmaßliche Täter vorgehabt haben soll, in Europa sein in Ägypten begonnenes Studium der Zahnmedizin beenden zu wollen.

Bei der Messerattacke am vergangenen Freitag in einem Hamburger Supermarkt und der Verfolgung des Palästinensers waren sieben Menschen verletzt und ein Mann getötet worden. Der Beschuldigte soll eine kleine Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besessen haben. Diese sei im Spind des Zimmers des 26-Jährigen in einem Hamburger Flüchtlingsheim gefunden worden, berichteten die „Bild“-Zeitung und „Die Zeit“.

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Nach Angaben der Wochenzeitung glaubt die Familie nicht, dass der Verwandte ein Extremist geworden ist. „Von seiner Erziehung und von seinem Charakter her passt das nicht“, wird der Onkel zitiert. Die Bundesanwaltschaft, die den Fall übernommen hat, hatte keine Anhaltspunkte für eine Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) oder einer anderen Gruppierung.

Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geborene Mann war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Den Landesbehörden war er als Islamist bekannt, wurde aber als nicht unmittelbar gefährlich eingestuft. Auch gibt es Hinweise, dass er psychisch labil war. Ein im Gazastreifen lebender Cousin rechnete offensichtlich damit, dass sein Vetter demnächst dorthin zurückkehren würde: „Es fehlten nur noch die Papiere“, sagte er der „Zeit“.

Quelle:  Handelsblatt Online
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