Metall- und Elektroindustrie: Gesamtmetall-Chef fordert Paradigmenwechsel in der Lohnpolitik

Metall- und Elektroindustrie: Gesamtmetall-Chef fordert Paradigmenwechsel in der Lohnpolitik

Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, hat in einem Interview mit der WirtschaftsWoche die Möglichkeit sinkender Löhne in der Metall- und Elektroindustrie angedeutet.

Der Tarifvertrag endet im Frühjahr 2010. Nach der traditionellen Lohnformel der Gewerkschaften sollen sich Lohnerhöhungen an der Inflationsrate und dem Produktivitätszuwachs orientieren. Kannegiesser sagte der WirtschaftsWoche: „Die Produktivität der Metallindustrie ist wegen der geringen Auslastung in den ersten vier Monaten 2009 um 17,6 Prozent gefallen, die Inflationsrate lag zuletzt bei null. Die Lohnpolitik muss darauf reagieren. Dafür brauchen wir einen Paradigmenwechsel.“

Insgesamt lobte er die Zusammenarbeit mit der IG Metall in der derzeitigen Wirtschaftskrise als „pragmatisch und in der Regel konstruktiv“. Unter anderem habe man sich mit der Gewerkschaft darauf verständigt, befristete Arbeitsverträge zu erleichtern. Diese dürfen künftig sechsmal innerhalb von vier Jahren verlängert werden. Bislang war dies nur zweimal möglich.

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