Methodik: Wie das Bundesländerranking zustande kommt

Methodik: Wie das Bundesländerranking zustande kommt

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Michael Bahrke, Dr. Karl Lichtblau und Christian Buchweitz sind Wissenschaftler bei der IW Consult GmbH.

Zwei Ranglisten, ein Sieger. Wie das Bundesländerranking von WirtschaftsWoche und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zustande kommt.

Das Bundesländerranking ist ein Gemeinschaftsprojekt von WirtschaftsWoche, Initiative Neue Soziale Markt-wirtschaft (INSM) und der Kölner IW Consult. Die seit 2003 alljährlich erstellte Studie ist mit aktuell 96 Einzelindikatoren der umfangreichste Leistungstest der deutschen Bundesländer.

Im Mittelpunkt stehen zwei Ranglisten: Das sogenannte Niveauranking vergleicht anhand von 49 Einzelindikatoren die absolute Wirtschafts- und Leistungskraft, also zum Beispiel die aktuelle Arbeitslosenquote oder Produktivität. Das Dynamikranking (47 Indikatoren) hingegen orientiert sich an den Veränderungsraten – also zum Beispiel an der Zu- oder Abnahme der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren. Durch diese methodische Zweiteilung können auch Länder mit schwächerer Ausgangsposition punkten – sofern sie ihre Performance spürbar verbessert haben. Zusammen ergeben die Niveau- und Dynamikwertung das Gesamtergebnis des Rankings. Grundlage der Studie sind (soweit vorhanden) Daten des Jahres 2010. Der Dynamikvergleich erfasst die Veränderung 2010 gegenüber 2007.

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Punktesystem spiegelt Unterschiede wider

Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen, -wurden die Einzelergebnisse in vier -unterschiedlich gewichtete Bereiche -zusammengefasst: Wirtschafts- und Sozialstruktur - (Gewichtung: 30 Prozent): unter anderem Gründungsintensität, Insolvenzen, -Exportquote, Demografie, Finanzpolitik (Schulden, Investitionen, Personalausgaben), Zahl der Transferempfänger, Kriminalität, Lebenserwartung, Beschäftigungsrate von Frauen, Anteil von jungen und älteren Arbeitslosen. Arbeitsmarkt (25 Prozent): Entwicklung der Erwerbstätigenzahl, Arbeitslosenquote, Arbeitsplatzversorgung. Wohlstand ( 25 Prozent): Bruttoinlandsprodukt, verfügbares Einkommen, Kauf- und Steuerkraft der Bürger. Standortqualität (20 Prozent): Produktivität, Anteil der hoch Qualifizierten, Arbeitskosten, Patente, Zahl der Forscher und Ingenieure, Ausgaben für Bildung und Wissenschaft, Schüler-Lehrer-Relation, fertig gestellte Wohnungen, Kitaplätze, Erholungsflächen, Gästeübernachtungen, Krankenhausbetten.

Die Bewertung folgt einem Punktesystem, das auch -relative Unterschiede widerspiegelt. Wer bei einigen Indikatoren also mit Mini-Abstand vor der Konkurrenz an der Spitze liegt, in anderen Feldern jedoch mit großem Abstand am Ende, findet sich insgesamt eher im hinteren Bereich wieder – und umgekehrt.

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