MH17-Absturz: Auch deutsche Airlines in Abschuss-Gefahr

MH17-Absturz: Auch deutsche Airlines in Abschuss-Gefahr

Bild vergrößern

Neun Monate nach dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine des Flugs MH17 in der Ostukraine haben internationale Experten erneut rund zwei Tonnen Trümmer geborgen

Der Bundesregierung lagen vor dem Abschuss einer Boeing 777 der Malaysia Airlines über der Ostukraine im Juli 2014 klare Hinweise auf Gefahren vor, habe deutsche Airlines aber nicht gewarnt.

Die Bundesregierung hatte nach Medienberichten vor dem Abschuss der malaysischen Passagiermaschine im Juli 2014 klare Gefahrenhinweise für Linienflüge über der umkämpften Ostukraine. Das berichten WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ unter Verweis auf vertrauliche Berichte des Auswärtigen Amtes. Diese Erkenntnisse habe die Bundesregierung aber nicht als Warnung an deutsche Fluggesellschaften für Überflüge weitergegeben.

In den sogenannten Drahtberichten vom 15. Juli 2014, zwei Tage vor der Katastrophe von Flug MH17, habe das Auswärtige Amt über eine sehr besorgniserregende Lage in der Ostukraine berichtet. Als Grund sei in den als „VS - nur für den Dienstgebrauch“ eingestuften Unterlagen der Abschuss eines ukrainisches Militärflugzeugs vom Typ Antonow An-26 in einer Flughöhe von mehr als 6000 Metern am Vortag genannt worden.

Anzeige

Malaysia-Airlines-Flug MH 17 Eine Absturzursache, keine Täter

Der niederländische Sicherheitsrat hat einen Zwischenbericht zum Absturz der MH 17 veröffentlicht. Neue Erkenntnisse bringt der Bericht nicht. Allerdings bestätigt er, dass ein Abschuss die Ursache des Absturzes war.

Prorussische Separatisten kontrollieren den Zugang zum Unglücksort. Quelle: AP

Der Abschuss eines Flugzeuges auf dieser Höhe sei für Militärexperten ein klares Zeichen, dass auch Ziele in sehr viel größeren Höhen getroffen werden können, was auch eine Gefahr für zivile Passagiermaschinen darstellt. Auch der Bundesnachrichtendienst habe der Bundesregierung mehrfach in seinen täglichen Berichten mitgeteilt, dass die Luftsicherheit über dem Konfliktgebiet in der Ostukraine nicht gegeben sei.

Das Bundesverkehrsministerium habe auf Anfrage geantwortet, dass die Bundesregierung vor dem MH17-Absturz keine Informationen über eine etwaige Verschärfung der Sicherheitslage für zivile Überflüge gehabt habe.

weitere Artikel

Flug MH17 war vermutlich am 17. Juli 2014 von einer Rakete über der Ostukraine abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben. An diesem Tag flogen den Medien zufolge auch drei Maschinen der Lufthansa über das Gebiet. Die Fluggesellschaften seien erst nach dem Abschuss über eine veränderte Sicherheitslage informiert worden.

Es wird vermutet, dass die Boeing von einer Boden-Luft-Rakete getroffen wurde. Prorussische Separatisten und ukrainische Armee machen sich gegenseitig verantwortlich.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%