Migration: 222 Abschiebungen scheitern an Weigerung der Piloten

Migration: 222 Abschiebungen scheitern an Weigerung der Piloten

, aktualisiert 07. Dezember 2017, 12:49 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Piloten können selbst entscheiden, ob sie ausgewiesene Ausländer auf ihrem Flug mitnehmen und somit die Abschiebung vollziehen. 222 haben sie sich in diesem Jahr dagegen entschieden, wie das Innenministerium mitteilt.

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Wenn ein Flugzeug, in dem angelehnte Asylbewerber sitzen, startet, haben die Piloten den Rücktransport nicht verweigert. Das können sie aber – wenn etwa durch den Passagier ein Sicherheitsrisiko an Bord besteht oder es medizinische Bedenken gibt.

Berlin Abschiebeflüge aus Deutschland scheitern regelmäßig daran, dass die Piloten den Rücktransport der Flüchtlinge verweigern. Nach Angaben der Bundesregierung mussten allein in den ersten neun Monaten des Jahres bundesweit 222 Abschiebeversuche abgebrochen werden, weil der Flugzeugführer oder die Fluggesellschaft den Transport der Betroffenen ablehnten. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor.

Nahezu die Hälfte der verweigerten Abschiebeflüge sollten demnach am größten deutschen Flughafen in Frankfurt/Main starten. In 85 der 222 Fälle waren Flugzeuge der Lufthansa oder ihres Tochterunternehmens Eurowings betroffen. In der Nacht zum Donnerstag waren in Deutschland erneut zwei Abschiebeflüge nach Afghanistan und Pakistan gestartet.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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