Mitarbeiterbeteiligung: "Zwangsfonds sind keine Hilfe"

Mitarbeiterbeteiligung: "Zwangsfonds sind keine Hilfe"

Immer häufiger kommt die Mitarbeiterbeteiligung in Betrieben zum Zug. Wollen mit diesem Instrument die Gewerkschaften ihren Einfluss stärken oder stärkt sie die Motivation der Arbeitnehmer? Drei Fragen an Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser.

WirtschaftsWoche: Die IG Metall will mehr Arbeitnehmer an den Unternehmen beteiligen. Machen die Arbeitgeber mit?

Kannegiesser: Beteiligungen der Arbeitnehmer können die Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen fördern und den variablen Anteil an Einkommen und Vermögen erhöhen. In der Praxis gibt es für beide Seiten aber auch etliche Gründe, die dagegen sprechen. Von den Gewerkschaften verwaltete Zwangsfonds, die Kapitalanteile bündeln, sind sicher keine Hilfe.

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Wie bewerten Sie die Strategie der IG Metall, über Kapitalbeteiligungen die Mitbestimmung auszuweiten?

Wir haben ein sorgfältig austariertes Mitbestimmungssystem. Das sollten wir nicht antasten – neben Arbeitnehmerrechten gibt es auch Unternehmerrechte! Die IG Metall hat sich für viele Betriebe zu einem Gesprächspartner auf Augenhöhe entwickelt. Wir sollten nicht versuchen, uns gegenseitig zu ersetzen.

Es gibt die Idee, Werksschließungen nur noch mit Zweidrittelmehrheit im Aufsichtsrat zu beschließen...

...was eine unerträgliche Einschränkung von Eigentumsrechten wäre. Wir müssten dann auch über eine deutliche und weiter reichende Mithaftung von Gewerkschaften und Arbeitnehmern sprechen.

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