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Möglicher US-Angriff auf Iran: Putin schmiedet Pakt mit Ahmadinedschad

Russlands Präsident Putin hat sich von Berichten über Anschlagspläne im Iran nicht von seiner Reise abhalten lassen. Der Grund: Ein Pakt musste unterzeichnet werden, der vor Angriffen der USA schützen soll. Zudem ging es um die Öl- und Gas-Ressourcen des Kaspischen Meeres. Daran ist Russland bekanntlich genauso interessiert wie an den Bodenschätzen der Arktis.

HB TEHERAN. Im Streit um das iranische Atomprogramm haben sich die Anrainerstaaten des Kaspischen Meers gegen die USA gestellt und einen Angriff auf das Nachbarland von ihrem Territorium aus kategorisch ausgeschlossen. Auf Drängen des russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichneten sie einen Pakt, der sich vor allem gegen eine militärische Zusammenarbeit Aserbaidschans mit den USA und der Nato richtete. „Unter keinen Umständen werden wir es einem Drittstaat erlauben, unsere Gebiete für einen Angriff oder eine andere militärische Aktion gegen einen der Mitgliedsstaaten zu nutzen“, hieß es in dem Vertrag, den Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, Russland und der Iran bei ihrem Gipfeltreffen in Teheran schlossen. Zugleich betonten die Anrainer in ihrer Abschlusserklärung das Recht aller Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags auf eine friedliche Nutzung der Atomenergie. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad begrüßte die Kaspische Erklärung als „sehr stark“. Das US-Militär hat zuletzt Flugplätze in Aserbaidschan besichtigt. Dies schürte Spekulationen, es bereite sich auf einen Einsatz gegen den Iran vor, was die Regierung in Baku zurückwies. Das Land liegt nördlich des Irans auf der westlichen Seite des Kaspischen Meers. „Wir sollten nicht einmal daran denken, dass in dieser Region Gewalt eingesetzt wird“, mahnte Putin in einer Rede, die der Vertragsunterzeichnung unmittelbar vorausging. Jede Nation habe das Recht, ohne Einschränkungen ein friedliches Atomprogramm zu betreiben, sagte er zudem vor seinen bilateraleGesprächen mit Ahmadinedschad und dem Geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei.

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Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Wendepunkt“ in dem Streit um die Nutzung der Gas- und Erdölvorkommen

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